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Gespräche mit Flüchtlingen auf dem Markt

Gemeinsam in Wittstock Gespräche mit Flüchtlingen auf dem Markt

Das Bündnis „Wittstock bekennt Farbe“ lud am Einheitsfeiertag zu Gesprächen mit Flüchtlingen auf den Markt. Eine fünfköpfige Familie aus Serbien kam. Um mobil zu werden, benötigen Flüchtlinge dringend Fahrräder.

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Riesenschnauzer „Theo“ erwies sich als Brückenbauer zwischen – alle wollten ihn mal kraulen.

Quelle: Madlen Wirtz

Wittstock. „Flucht – damals und heute, Gründe und Belastungen“ lautete die Gesprächsrunde, zu der das Bündnis „Wittstock bekennt Farbe“ am Tag der Deutschen Einheit auf dem Marktplatz nach Wittstock eingeladen hatte. Einwohner und Flüchtlinge kamen ins Gespräch.

Eine fünfköpfige Asylbewerberfamilie aus Serbien lebt seit sechs Monaten in Wittstock. „Wir fühlen uns hier gut aufgenommen. Die Leute sind sehr nett“, sagt Violetta Kolompar. Die Familie ist evangelisch, bekommt auch innerhalb der christlichen Gemeinde viel Unterstützung.

Etwa 70 Asylbewerber unterschiedlicher Nationen leben derzeit in Wittstock. Deren Zahl sei im Verhältnis zu rund 15 000 Bewohnern im Altkreis Wittstock überschaubar gering. „Also weder eine Flüchtlingsflut noch eine Überschwemmung“, stellt Kerstin Zillmann vom Bündnis klar. Sie tritt Vorurteilen entgegen. „Es sind nur Gerüchte. Nichts weiter. Die Flüchtlinge stehlen nicht.“ Im Gegenteil: Sie seien für jede Art von Unterstützung, und sei sie noch so klein, sehr dankbar.

Zirka 20 ehrenamtliche Helfer unterstützen die Flüchtlinge, die in Wittstock untergebracht sind. Mobilität sei für die Neuankömmlinge das Wichtigste. „Sie brauchen dringend Fahrräder“, sagt Kerstin Zillmann. Sie berichtet im selben Atemzug: „Das Fahrrad, das seit 16 Wochen am Aldi in der Rheinsberger Straße steht, kann wieder abgeholt werden.“

Galerie der verlorenen Heimat geplant

Das Bündnis „Wittstock bekennt Farbe“ möchte eine „Galerie der verlorenen Heimat“ erstellen. Ab Mitte Oktober soll mit der Arbeit begonnen werden. In dieser Galerie berichten Menschen in Wort und Bildern, weshalb sie ihre Heimat verlassen haben. Gesammelt werden Berichte aus unterschiedlichen Zeiten.

Kontakt: Wer sich an der Galerie beteiligen möchte, kann Kontakt aufnehmen per E-Mail: Galerie@die-berichter.de

Von Madlen Wirtz

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