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Ostprignitz-Ruppin Geteilte Chancen beim Berufseinstieg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Geteilte Chancen beim Berufseinstieg
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00:17 10.11.2016
Forstwirte werden in Ostprignitz-Ruppin dringend gesucht. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Die Zahl der Bewerber auf dem Ausbildungsmarkt ist in der Region deutlich gestiegen. Gab es 2014/15 in Ostprignitz-Ruppin 594 Jugendliche auf der Suche nach einem Platz, waren es in diesem Ausbildungsjahr 704. Das meldet jetzt die Neuruppiner Agentur für Arbeit, die jeweils zum Ende September ein Resümee zum Ausbildungsmarkt zieht. In der Prignitz ist in demselben Zeitraum die Anzahl der Ausbildungsstellenanwärter von 331 auf 392 hochgeschnellt. Das bedeutet einen Anstieg von Interessenten in beiden Regionen um jeweils über 18 Prozent.

Höchst unterschiedlich indes war die Entwicklung bei den gemeldeten Ausbildungsstellen in den zwei Landkreisen. Während in Ostprignitz-Ruppin im Jahr 2015/16 Unternehmen nur 629 und somit 4,1 Prozent weniger freie Plätze als im Ausbildungsjahr davor gemeldet haben, gab es in der Prignitz einen richtigen Aufschwung. Dort gab es 554 Angebote; das waren 21 Prozent mehr als im Ausbildungsjahr 2014/15. Dass es so viele waren, liegt nicht zuletzt daran, dass Steuerbüros, Rechtsanwaltskanzleien oder Arztpraxen keine Fachkräfte mehr finden und nun erstmalig ihren Nachwuchs selbst ausbilden wollen.

In der Prignitz gibt es einen Bewerbermarkt

„In der Prignitz gibt es ein unglaubliches Angebot an Ausbildungsstellen“, sagt Anja Schilling, die bei der Agentur für Arbeit für junge Menschen unter 25 Jahren zuständig ist. Dadurch sind die Bewerber klar im Vorteil: „Sie können sich aussuchen, welche Stelle sie haben wollen.“ Für die Unternehmen bedeutet diese Entwicklung indes, dass sie immer mehr den Jugendlichen entgegenkommen müssen, um einen Azubi abzubekommen, sagt Stefan Dirkes, der Vize-Chef der Neuruppiner Arbeitsagentur. Und das tun die Firmen in der Prignitz laut Dirkes auch. So stellen einige von ihnen Unterkünfte bereit oder sie begnügen sich mit leistungsschwächeren Schülern, die vor einigen Jahren noch kaum eine Chance auf dem Ausbildungsmarkt gehabt hätten. Dort blieben auch nur sechs Jugendliche ohne Ausbildungsstelle. In Ostprignitz-Ruppin waren es 29 Bewerber ohne Platz zum Stichtag 30. September. Trotz des Umdenkens blieben in der Prignitz, wo rein rechnerisch 1,41 Ausbildungsstellen auf einen Bewerber kommen, in diesem Jahr 109 Plätze unbesetzt. In Ostprignitz-Ruppin waren es 74.

Dass auf der einen Seite Interessenten und auf der anderen freie Plätze übrig geblieben sind, liegt nicht zuletzt daran, dass die Vorstellungen der Jugendlichen nach einer Wunschausbildung nicht unbedingt mit den angebotenen Plätzen übereinstimmen. Während die jungen Menschen in der Region vor allem Verkäufer, Gärtner oder Kaufmann werden wollen, brauchen Firmen Köche, Forstwirte und Restaurantfachleute. Dass geflüchtete Jugendliche die Nachfrage befriedigen werden, davon geht Stefan Dirkes nicht auf. „Sie werden sicher nicht das Ausbildungsproblem in der Prignitz lösen. Durch sie werden aber mehr Stellen besetzt werden können.“ Bisher spielt ihre Vermittlung kaum eine Rolle. Nur 2,9 Prozent der Bewerber kamen 2015/16 zur Berufsberatung in den vier Landkreisen des Agenturbezirks aus nicht europäischen Asylländern „Ich bin aber der festen Überzeugung, dass das an Fahrt aufnehmen wird“, sagt Schilling.

Von Celina Aniol

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