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Ostprignitz-Ruppin Geteilte Meinungen zu Fontane-Imbiss
Lokales Ostprignitz-Ruppin Geteilte Meinungen zu Fontane-Imbiss
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00:17 06.02.2016
Stefan Zabel hat das Logo für seinen Imbiss selbst gestaltet. Quelle: Foto: Fröhlich
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Neuruppin

Knapp 400 Leser haben an der Umfrage zum Thema Fontane-Imbisse auf der MAZ-Homepage teilgenommen. Das Ergebnis: Die Mehrheit findet, dass Fontane nicht für Werbezwecke missbraucht werden sollte. 23 Prozent überlassen die Namensgebung den Inhabern, 18 Prozent ist es egal und 16 Prozent glauben, dass die Namen „Fontane-Döner“ oder „Fontane’s Grill & Curry“ ein Stück Heimatverbundenheit zeigen. Die beiden Inhaber der Imbissbuden stehen weiterhin hinter ihrem Konzept. Einige Gäste hätten sich zwar aufgrund der MAZ-Berichte bei ihnen gemeldet, aber nur, um Solidarität auszudrücken.

Jaber Shakeri, Inhaber des Fontane-Döner und sein Mitarbeiter Raymond Gerorbian. Quelle: Luise Fröhlich

Die Verfasserin des Leserbriefes, die den Stein ins Rollen gebracht hatte, aber namentlich nicht mehr genannt werden möchte, hat indes weitere Versuche im Rathaus unternommen. Eine persönliche Stellungnahme von Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) hat sie zwar noch nicht bekommen, dafür aber eine Antwort vom Baudezernenten Arne Krohn: „In der Fontanestadt hatten wir bereits vor vielen Jahren einmal einen Streit um die Verwendung des Namens Fontane“, schrieb er in seiner Mail. Ein Unternehmer hatte sich damals „Fontane“ als Wortmarke schützen lassen und für den Gebrauch eine Gebühr zahlen lassen. „Dieser Spuk wurde nach langen Streitigkeiten beendet“, so Krohn. Gegen die Benennung eines Geschäftes nach Fontane könne die Stadtverwaltung demnach nichts unternehmen.

Restaurantname ist nur schmückendes Beiwerk

Zu Jaber Shakeri, dem Inhaber des „Fontane-Döners“ in der Fehrbelliner Straße, kamen in den vergangenen zwei Wochen einige Gäste, die von dem Zeitungsartikel gehört hatten. „Die finden den Namen aber alle gut“, versichert der Iraner. Kaum Rückmeldungen zu diesem Thema hat Stefan Zabel von „Fontane’s Grill & Curry“ in der Bilderbogenpassage erhalten. „Ich will keinen Stress. Ich will einfach nur in Ruhe meine Wurst braten“, sagt der Inhaber. Alles andere – die Sprüche an der Wand, das Logo auf dem Schild und der Name seines kleinen Curryrestaurants – sei nur schmückendes Beiwerk. „Fontane gehört in dieser Stadt einfach dazu“, so der Neuruppiner, der zuvor die Ruppiner Speisegaststätte in der August-Bebel-Straße geführt hatte.

159 Leser – und damit die Mehrheit – haben das bei der Online-Abstimmung anders gesehen. Sie halten nichts davon, einen Imbiss nach Theodor Fontane zu benennen. Immerhin 86 würden die Wahl des Namens dem Inhaber überlassen. 67 Mal wurde für Gleichgültigkeit gestimmt und 61 Leser sehen es als Identifikation mit der Fontanestadt.

Theodor Fontane wohin man sieht

Seit 1998 trägt die Stadt Neuruppin offiziell den Beinamen „Fontanestadt“. Dem Schriftsteller zu Ehren steht auf dem Fontaneplatz das Fontanedenkmal, geschaffen 1907 vom Bildhauer Max Wiese. Auch eine Fontanestraße, die Oberschule „Theodor Fontane“ und natürlich die Theodor-Fontane-Gesellschaft erinnern an ihn.

Alle zwei Jahre finden seit 2010 immer zu Pfingsten die Fontane-Festspiele statt, bei denen traditionell der Fontane-Preis für Literatur verliehen wird. Einige andere haben sich ebenfalls für den prominenten Namen entschieden: die Fontane-Apotheke, die Fontane-Buchhandlung, die Fontane-Therme des Resorts Mark Brandenburg, der Kindergarten Fontaneknirpse und der Keglerverein Fontanespatzen. Beim Ruppiner Feingebäck gibt es Fontane-Kekstaler, beim Weinhaus am Markt einen Wein „Edition Fontane“ und die Preussenquelle in Rheinsberg stellt das Theodor-Wasser her.

Haben Sie noch etwas entdeckt? Dann schreiben Sie uns eine Mail an neuruppin@maz-online.de!

Von Luise Fröhlich

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