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Gewerbeverein soll modernisiert werden

Kyritz Gewerbeverein soll modernisiert werden

Die Satzung und Ziele der Aktionsgemeinschaft Kyritzer Gewerbe stehen in einer Arbeitsgruppe auf dem Prüfstand. Die Regionalentwicklungsgesellschaft Neuruppin ist mit im Boot und unterstützt den Modernisierungsprozess des Gewerbevereins.

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Der AKG-Vorstand: Vorsitzender (Rolf Eggeling (r.), sein Stellvertreter Andreas Heine und Schatzmeisterin Nicole Vogel.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Die Aktionsgemeinschaft Kyritzer Gewerbe (AKG) soll modernisiert und zukunftsfähig gemacht werden. Das wurde bei der jüngsten Sitzung des Kyritzer Gewerbevereins beschlossen. Gleichzeitig kam es zur Bildung eines Arbeitskreises, der sich bereits einmal getroffen hat. Der Arbeitskreis will zunächst die Vereinssatzung auf den Prüfstand stellen und überarbeiten. Das war vom AKG-Vorsitzenden Rolf Eggeling zu erfahren.

Zur Arbeitsgruppe gehören Doreen Wolf von der Stadtverwaltung, die AKG-Mitglieder Konstantin Normann, Kerstin Franz, Andreas Weigelt und Angelika Henke für die Raiffeisenbank Kyritz. Begleitet wird die Neuausrichtung von der Regionalentwicklungsgesellschaft in Neuruppin (Reg). Zur nächsten AKG-Sitzung am 28. August rechnet der Vorstand damit, dass die Arbeitsgruppe Vorschläge unterbreitet, wie der Gewerbeverein künftig funktionieren kann. Der stellvertretende AKG-Vorsitzende Andreas Heine sagt, dass das Ziel sein muss, die Arbeit künftig auf breitere Schultern zu verteilen. „Wir müssen wieder eine Interessenvertretung für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Kyritz werden und dürfen nicht wie in den vergangenen Jahren eine reine Händlervereinigung sein.“

Die Stadt als neues Mitglied soll mehr einbezogen werden

Dieser Meinung ist auch Nicole Vogel. Sie ist sich sicher: „Wir hatten früher wesentlich mehr Handwerker und Dienstleister als Mitglieder.“ Sie seien jedoch durch die Ausrichtung des Vereins in der Vergangenheit ein Stück weit vergessen worden und dadurch verloren gegangen.

Gut 60 Mitglieder hat die AKG aktuell. Das neueste ist die Stadt Kyritz. Sie soll künftig mehr in die Arbeit mit einbezogen werden, stellt sich der Vorstand vor. Sie habe schließlich die größeren Möglichkeiten. Heine denkt, dass die Stadt zum Beispiel eine Art Lobbyvertretung sein könnte. Sozusagen als Ersatz für die wenigen Gewerbetreibenden als Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung.

Laut Heine gibt es einen vielfältigen Themenstrauß abzudecken. So soll zusammen mit der Stadt endlich an einer klaren Linie zur Beparkung des Markplatzes gearbeitet werden. Bisher gebe es scheinbar keine Regeln. Abends würden verstärkt Autos dort stehen. Und „am Wochenende wird meist der ganze Platz beparkt“, so Heine. Von den Stadtverordneten gab es dazu bereits eine klare Entscheidung, den Markt nicht als Parkplatz auszuweisen. Die AKG möchte darüber noch einmal sprechen.

Es ist ein erneuer Versuch, den Verein wiederzubeleben

Außerdem will sie sich künftig mehr in die „Lange Nacht der Wirtschaft“ mit einbringen und das zur Diskussion stellen. Der AKG-Vorstand ist zum Beispiel nicht mit der Aussage der Kyritzer Wirtschaftsförderung einverstanden, sie wäre nur für die großen Unternehmen zuständig. „Wir, die kleineren Betriebe, sind das Rückgrat der Kyritzer Wirtschaft und werden als dieses nicht wahrgenommen“, so Heine.

Die drei Vorstandsmitglieder sind sich darüber im Klaren, dass die Arbeitsgruppe ein erneuter Versuch ist, die AKG wieder zu beleben. Anläufe dafür gab es in der Vergangenheit mehrmals. Jedoch fehlte innerhalb des Gewerbevereins meist der Zusammenhalt. „Das muss sich künftig ändern“, so Eggeling und ergänzt: „Wir müssen den Zusammenhalt auch nach außen transportieren.“ Nur so bekommen wir auch wieder Kunden in die Stadt. Und das sei schließlich mit eine der Aufgaben des Gewerbevereins. Auf bewährte Aktionen wie die Shopping-Abende (Maishopping und Lichterfest) wollen die Mitglieder dabei aber nicht verzichten.

Von Sandra Bels

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