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Ostprignitz-Ruppin Gewerkschaft fordert Tarifverhandlungen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gewerkschaft fordert Tarifverhandlungen
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16:27 10.08.2017
Im Juni 2015 waren die Beschäftigten auf die Straße gegangen – auch damals ging es um die Angleichung an den Tarifvertrag. Quelle: Andreas Vogel
Fehrbellin

Nach dem Verkauf der früheren Euromar-Kakaofabrik drängt die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) auf Tarifverhandlungen. „Wir haben den neuen Eigentümer aufgefordert, Verhandlungen aufzunehmen“, sagt Gewerkschaftssekretärin Funda Uygur. Erklärtes Verhandlungsziel sei, dass auch die Mitarbeiter des Fehrbelliner Unternehmens künftig so viel verdienen wie in der ostdeutschen Süßwarenindustrie üblich.

Bislang liegt der Verdienst der etwa 120 Beschäftigten etwa 20 Prozent unter dem, was an vergleichbaren Standorten gezahlt wird. Urlaubsgeld – im Tarifvertrag eigentlich vorgesehen – gibt es auch nicht, berichtet Uygur. Bis zum Ende des Jahres soll in der ostdeutschen Süßwarenindustrie ein neuer Tarifvertrag ausgehandelt werden. Dann, so fürchtet Uygur, könnte die Differenz zwischen dem, was in Fehrbellin verdient wird, und dem, was anderswo gezahlt wird, noch größer sein. Die Gewerkschaftssekretärin hofft, dass die Tarifverhandlungen noch in diesem Jahr aufgenommen werden. Auf eine Erhöhung der Gehälter in einzelnen Schritten würde sie sich durchaus einlassen. „Das kann man verhandeln“, sagt sie.

Aus Euromar wurde „Tulip Cocoa“

Im Dezember hatte das Unternehmen Euromar Insolvenz anmelden müssen. Insolvenzverwalter Rolf Rattunde gelang gemeinsam mit Gewerkschaft und Betriebsrat schließlich die Rettung des Unternehmens. Die Schweizer Ecom-Gruppe kaufte die Kakaofabrik, die seitdem unter dem Namen „Tulip Cocoa“ firmiert.

Nach der geglückten Sicherung des Standorts hatten Gewerkschaft und Betriebsrat dem neuen Eigentümer zunächst etwas Zeit lassen wollen. Jetzt aber will die Gewerkschaft mit „Tulip Cocoa“ ins Gespräch kommen. „Die Produktion läuft, die Lager sind voll“, sagt Uygur. „Wir haben den Eigentümer aufgefordert, uns Terminvorschläge zu machen.“ 2015 waren Euromar-Beschäftigte wegen der schlechten Bezahlung bereits einmal auf die Straße gegangen. Viel gebracht hat es jedoch noch nicht. Es gab kleine Erhöhungen, aber keine Anpassung an den Tarifvertrag.

Von Frauke Herweg

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