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Ostprignitz-Ruppin Gilde fehlt das Geld für Schützenplatz-Kauf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gilde fehlt das Geld für Schützenplatz-Kauf
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00:30 25.03.2018
Blick vom Dossedreieck auf das weitläufige Areal, im Hintergrund das Schützenhaus in Wusterhausen. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Für die „Schützengilde Wusterhausen 1839“ ist 2018 ein Jubiläumsjahr. Seit ihrer Neugründung ist ein Vierteljahrhundert vergangen. Das war eine Zeit, in der sich die Mitglieder nicht nur in der Großgemeinde einen Namen gemacht haben. Die 73 Frauen und Männer pflegen ihr Hobby erfolgreich und lassen viele Menschen daran teilhaben. Das beweisen nicht nur Landesschützenkönige wie Lars Meyhak und Detlef Wolter. Wenigstens ebenso schwer wiegt wohl, dass aktuell 14 Kinder und Jugendliche im Verein das Sportschießen mit Luftdruckwaffe, Pfeil und Bogen erlernen.

Die Gilde leistet eine hervorragende Jugendarbeit

„Im Kreisschützenbund Ostprignitz-Ruppin gelten wir als ein Verein mit hervorragenden Jugendarbeit“, heißt es in einem Bericht. Den hörten die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses bei ihrer jüngsten Sitzung von Winni Schmidt und Lutz Müller. Die waren aber nicht gekommen, um sich Lob abzuholen. Vielmehr sahen sie sich gezwungen, einen dringenden Hilferuf anzubringen.

Die Schützen haben 2016 das Grundstück an der Dosse, auf dem ihr Vereinsheim steht, kaufen müssen. „Das hat uns an den Rand der finanziellen Leistungsfähigkeit gebracht. Viele Vereinsmitglieder spendeten, um den Kaufpreis aufzubringen“, so Winni Schmidt. Sie bezeichnete die damalige finanzielle Kraftprobe als „Sonderopfer“.

Jetzt droht die Wiederholung, denn: Der Schützenplatz steht zur Disposition. Er gehört der Brandenburgischen Verwertungs- und Verwaltungs-Gesellschaft (BVVG). Sie beabsichtigt, das rund 8500 Quadratmeter große Grundstück zum Preis von 21 700 Euro zu verkaufen. Hinzu kommen Nebenkosten in Höhe von etwa zehn Prozent des Kaufpreises, womit am Ende rund 24 000 Euro zu berappen wären – und das bis zum 30. Juni dieses Jahres.

Der erste Ansprechpartner war die Schützengilde

Die Schützengilde war für die BVVG erste Ansprechpartnerin. Verzichtet sie, kommt mit einiger Sicherheit ein anderer Käufer. Dann sind alle Freiluftveranstaltungen Geschichte. Der Verein sieht sich nun in einer Zwickmühle. Das Geld aufzutreiben, ist praktisch unmöglich.

Andererseits sind Aktivitäten wie öffentliche Schützenfeste, Osterfeuer, Vereins- und Kreisvergleiche im Schießen, die bei Jung und Alt beliebten Himmelfahrts- und Halloweenfeiern außerhalb des Schützenhauses ohne das Grundstück undenkbar. „Wir benötigen die Unterstützung durch die Gemeinde“, hieß es am Dienstag – entweder durch finanzielle Zuschüsse oder dadurch, dass die Kommune das Land gleich selber erwirbt.

Ausschuss sprach sich für den Kauf der Fläche aus

Die Diskussion im Ausschuss ging nur in eine Richtung und zwar dahingehend, dass geholfen werden sollte. Dabei kristallisierte sich schnell heraus, dass die Mitglieder eindeutig für den Landerwerb votieren würden. Schließlich seien ja auch Fußballplätze Gemeindeeigentum, im Wesentlichen erhalten von Vereinsmitgliedern. „Wir würden das selbstverständlich ebenfalls so machen, tun es ja jetzt schon“, ergänzte Lutz Müller die Ausführungen seiner Begleiterin.

Einstimmig empfahl der Fachausschuss der Gemeindevertretung, die Fläche zu kaufen. Die Entscheidung fällt am 8. Mai.

Von Wolfgang Hörmann

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