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Ostprignitz-Ruppin Gildenhall: 1,1 Millionen für den Hort
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gildenhall: 1,1 Millionen für den Hort
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02:16 13.11.2015
Das Hortgebäude in Gildenhall ist so heruntergekommen, dass mehrere Etagen wegen Baufälligkeit gesperrt sind. Quelle: Peter Geisler
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Gildenhall

Nur mit Hilfe eines Kredites sieht Neuruppin sich in der Lage, den maroden Schulhort in Gildenhall zu retten. Zurzeit verhandelt die Stadtverwaltung mit der Kommunalaufsicht des Kreises, ob sie der Fontanestadt ein Darlehen für die Sanierung des Hortes genehmigen würde. Frühere Versuche, eine solche Erlaubnis zu bekommen, hatten keinen Erfolg; die Kommunalaufsicht hatte andere Kreditwünsche der Stadt schon ausgeschlagen. Ohne eine Genehmigung des Kreises ist ein Darlehen für die Sanierung des völlig heruntergekommenen Hortgebäudes aber ausgeschlossen.

Die Stadtverwaltung rechnet mit Kosten von knapp 1,1 Millionen Euro, erklärte Neuruppins stellvertretender Kämmerer Thomas Dumalsky jetzt. Über diese Summe will die Stadtverwaltung auch einen Kredit aufnehmen. Denn eine solche Investition aus dem laufenden Haushalt zu finanzieren, dürfte schwer werden.

Nach den aktuellen Plänen soll der Hort 2017 endlich saniert werden. Das Geld für die Planung konnte die Stadtverwaltung in diesem Jahr noch im Haushalt der Stadt locker machen. Mit den Baukosten ist das nicht so einfach.

Darlehen auch bei den Stadtverordneten umstritten

Die Kommunalaufsicht ist nicht die einzige Unwägbarkeit. Auch die Stadtverordneten müssten einem Kredit erst noch zustimmen. SPD-Frau Christiane Doll lehnt weitere Darlehen aber generell ab. „Wir können der nächsten Generation nicht noch mehr auflasten“, sagt sie, wohl wissend, dass der Schulhort in Gildenhall zwingend saniert werden muss. Er ist in so schlechtem Zustand, dass das Land der Stadt nach mehreren Ausnahmegenehmigungen jetzt die Pistole auf die Brust gesetzt hat: Entweder legt Neuruppin bis Sommer 2016 einen Sanierungsplan mit sicherer Finanzierung vor, oder der Hort wird geschlossen. Das wäre auch für die Grundschule das Aus.

Schließung würde vor allem Ortsteile treffen

Wuthenows Ortsvorsteher Axel Noelte kann nicht verstehen, warum Abgeordnete einen Kredit so grundsätzlich ablehnen. Wem hilft es, wenn er keinen Kredit zurückzahlen muss, dafür aber nur noch Ruinen besitzt, die er mit Millionenaufwand sanieren muss? „Ein Haus bleibt doch nur in gutem Zustand, wenn jede Generation etwas daran macht“, sagt der Unternehmer. Wenn die Stadt Neuruppin jetzt nicht in Gildenhall investiert, sei das unverantwortlich. Und wieder einmal würde es die Neuruppiner Ortstele treffen – denn viele Kinder, die in Gildenhall zur Schule gehen, kommen aus den Dörfern rundherum.

Dass in Gildenhall nicht investiert wird, steht überhaupt nicht zur Diskussion, beeilte sich Kämmerer Willi Göbke klarzustellen: „Diese Maßnahme hat ganz klar Priorität.“ Falls die Kommunalaufsicht den Kreditantrag ablehnt oder die Stadtverordneten gegen ein Darlehen stimmen, muss im Hort trotzdem saniert werden. Dann muss das Geld eben aus dem laufenden Haushalt für das Jahr 2017 kommen, der mit gerade mal 3,4 Millionen Euro für Investitionen ohnehin extrem knapp ist. Für Göbke steht das aber nicht zur Debatte: „Dann fallen andere, nachrangige Maßnahmen schlimmstenfalls weg.“ Das letzte Wort haben die Stadtverordneten.

Von Reyk Grunow

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