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Ostprignitz-Ruppin Gildenhall: Kunstblut für Erste-Hilfe-Kniffe
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gildenhall: Kunstblut für Erste-Hilfe-Kniffe
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00:17 30.05.2016
Der neunjährige Marvin Schmidt verbindet das Knie der Quasi-Verletzten Michelle Gericke. Quelle: Celina Aniol
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Gildenhall

Zu zweit auf einem Fahrrad? Da reicht eine kleine Unebenheit, ein Moment der Unaufmerksamkeit – und schon liegt man auf der Nase. „Aua, mein Kopf, er tut so weh“, stöhnt Celine Steffen, die unter dem Rad begraben liegt und eine große Wunde hat, aus der das Blut nur so tropft. Hinter ihr klagt Michelle Gericke über Schmerzen. Sie hat sich das Knie aufgeratscht und lamentiert nun laut. Gut, dass die Gildenhaller Grundschüler vor Ort sind. Professionell reinigen die Drittklässler die Wunden, verbinden den Kopf und das Knie. „Das habt ihr prima gemacht: Der Verband sitzt nicht zu fest, rutscht aber auch nicht“, sagt Celine Steffen, während sie sich aufrichtet, als ob sie nicht gerade gestürzt wäre.

Ist sie auch nicht. Denn die 17-Jährige ist Auszubildende der Medizinischen Bildungsakademie Neuruppin (MBN) und hat ihren Schmerz nur gespielt, damit die 27 Kinder am konkreten Beispiel lernen, wie man Verletzten helfen kann. Sie und 21 weitere Azubis haben dafür auf dem Akademiegelände in Gildenhall mehrere Stationen mit Notfall-Instruktionen zu Insektenstichen, Bewusstlosigkeit oder der richtigen Technik zum Pflasteraufkleben aufgebaut. „Es ist eine Art Simulationstraining“, sagt Richard Staar, der in der Bildungsakademie unterrichtet. Zuvor haben die Schüler aber auch schon von den Azubis eine kleine theoretische Einführung zum Unfall-Management bekommen.

So praktisch wie möglich

Auf die Idee, bei der Medizinischen Schule nachzufragen, kam Lehrerin Karin Klotz. Die ersten Erste-Hilfe-Kniffe gehören ohnehin zum Stoff des Sachkundeunterrichts. „Ich wollte den Kindern aber die Möglichkeit geben, alles auch praktisch auszuprobieren“, sagt sie. „Und die Akademie hat das ganz wunderbar vorbereitet.“

Es ist die erste Kooperation dieser Art mit einer Grundschule für die MBN – aber eine die gern fortgesetzt werden könnte, wenn es nach Richard Staar geht. Denn nicht nur die Grundschüler profitieren von dem Praxisbezug. Auch die Azubis lernen so, wie Kinder mit Verletzungen umgehen. „Viele haben keine Kinder, im Klinikalltag ist es aber ganz wichtig, schnell adäquat zu reagieren.“ Auch die Eltern sind über den Projekttag begeistert. „Ein Pflaster kriegen die meisten ja noch aufgeklebt“, sagt Marie Blumenschein, die den Tag begleitet. „Es ist aber wichtig, dass sie auch ernsthaftere Situationen zumindest theoretisch erlebt haben – so verlieren sie die Scheu davor und haben weniger Angst, wenn so etwas mal wirklich passieren sollte.“

Von Celina Aniol

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