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Gitarrenkonzert zum Johannifest

Wustrau Gitarrenkonzert zum Johannifest

17 Berliner Gitarristen eröffneten am Sonnabend das kirchliche Johannisfest in der Wustrauer Dorfkirche. Die Musiker unterstützten mit ihrem Konzert die geplante Sanierung des Turmes. Sie waren bereits zum dritten Mal in Wustrau.

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17 Gitarristen zupften die Saiten in der Wustrauer Dorfkirche.

Quelle: Cornelia Felsch

Wustrau. „Wenn 17 Gitarren mit ihren gezupften Saiten das Geräusch von Regentropfen imitieren, dann kann der Regen wohl kaum ausbleiben. „Kubanische Landschaft im Regen“ heißt die Komposition des kubanischen Komponisten und Gitarristen Leo Brouwer, die das Orchester „Fête de la guitare“ am Samstagabend in der Wustrauer Kirche spielt.

Und während draußen die dunklen Wolken heranziehen, entlädt sich das Gewitter bereits auf der Bühne mit Schlägen auf die Gitarrendecken. Für das Orchester war es eine Uraufführung. „Wir präsentieren das Regenwerk zum ersten Mal“, sagt der Dirigent Tzvetan Stoyanov. Freie Improvisation ist gefragt – der ­Orchesterleiter ist schließlich mit dem Regen zufrieden.

Musikalische Schmuckstücke aus verschiedenen Jahrhunderten

„Fête de la Guitare“ ist ein Orchester, in dem ausschließlich Hobby-Gitarristen musikalische Schmuckstücke aus verschiedenen Jahrhunderten spielen. Seit mehr als zwölf Jahren treffen sich die Berliner Musiker wöchentlich unter der Leitung von Tzvetan Stoyanov, um neue Stücke einzustudieren. Bearbeitungen von Georg Friedrich Händel und George Bizet sind ebenso im Programm zu finden wie zeitgenössische Stücke von Manuel de Falla oder Leo Brouwer.

Zu den Lieblingsstücken des Orchesters gehört die schwungvolle Barockmusik von „Ankunft der Königin von Saba“. „Wir spielen das Stück oft und jedes Mal sind wir kurz davor, dass wir es richtig gut hinkriegen“, sagt der bulgarische Dirigent . Die 60  Konzertbesucher quittieren das sympathische Eingeständnis mit Gelächter und kräftigem Beifall.

Zum „Mambo-Brazil“ gibt es einen Spielerwechsel, ganz so wie auf dem Fußballfeld. „Wir spielen nicht nur Gitarre , wir mögen auch Fußball“, sagt Tzvetan Stoyanov. „Und dabei spielen ja auch die Auswechselspieler eine wichtige Rolle.“ Ein junger Nachwuchs-Gitarrist bekommt an diesem Abend seine Chance.

Jiddische Musik zum Abschluss

Mit jiddischer Musik klingt das Konzert zum Johannisfest aus. „Mazel Tov“ wünschen die Musiker dem Publikum – viel Glück. „Alles Gute, wir sehen uns wieder“, verspricht der Orchesterleiter.

Mit ihrem Konzert tragen die Musiker dazu bei, dass die Gesamtkirchengemeinde Protzen-Wustrau-Radensleben die erforderlichen Gelder für die Turmsanierung der Kirche aufbringen kann. „12 000 Euro haben wir mit Hilfe der Sommerkonzerte bereits zusammenbekommen“, sagt Pfarrerin Ute Feuerstack. Die Berliner Gitarristen waren bereits zum dritten Mal in Wustrau.

Das Johannisfest in Wustrau hat bereits eine lange Tradition. Es steht in enger Verbindung zur Sommersonnenwende und ist das kirchliche Fest der Geburt von Johannes des Täufers. Für die kleineren Besucher gab es einen Kindergottesdienst. Nach dem Konzert trafen sich alle Generationen am Johannisfeuer, das die Feuerwehr des Ortes entzündete.

Von Cornelia Felsch

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