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Ostprignitz-Ruppin Gleicher Lohn für alle Kita-Erzieher gefordert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gleicher Lohn für alle Kita-Erzieher gefordert
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16:02 07.07.2017
BVB/Freie Wähler/FDP fordert nun auch, dass alle Rheinsberger Kiita-Erzieher gleich entlohnt werden. Quelle: Celina Aniol
Rheinsberg

Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit in allen Kindergärten – mit dieser Forderung geht jetzt die Rheinsberger Fraktion BVB/Freie Wähler/FDP in die Offensive. „Es ist unverständlich, dass die Kita-Erzieher in den städtischen Einrichtungen sowie in den AWO-Kitas unterschiedlich entlohnt werden“, sagt Fraktionsvorsitzender Frank-Rudi Schwochow. Tatsächlich bekommen die Betreuer in den zwei städtischen Kindergärten mehr Geld als ihre Kollegen in den vier Kitas der Arbeiterwohlfahrt auf dem Gebiet der Gemeinde. Der Fraktionsvorschlag, der eine Mehrheit im Sozialausschuss am Mittwochabend erhielt, lautet deshalb: Die Stadt soll an die Awo mehr überweisen als bisher, damit der Wohlfahrtsverband den Erziehern mehr zahlen kann. Ein entsprechendes Finanzierungskonzept soll das Rathaus vorlegen.

Diese Forderung kommt nicht aus einem luftleeren Raum. Schon die SPD hatte in diesem Jahr Vorstöße in diese Richtung gestartet (die MAZ berichtete), diese jedoch noch nicht mit Beschlüssen untermauert. Genau das sei der Grund, dass nun seine Fraktion diese Idee aufgreift, erklärt Schwochow. „Wir müssen an diesem Punkt vorwärtskommen.“ Da die SPD aber bis jetzt keinen entsprechenden Beschlussvorschlag vorgestellt hat, weil das Rathaus die Vorarbeit dafür geleistet hat, sah Schwochows Fraktion es als Pflicht an, sich des Themas anzunehmen.

Dass gleicher Lohn für alle Erzieher in Rheinsberg indes leicht umzusetzen sein wird, glaubt der Fraktionschef nicht. Darauf habe auch Michale Sachs, Geschäftsführer des Awo-Kreisverbandes OPR, im Ausschuss hingewiesen. Das Problem: Wenn Awo-Erzieher in Rheinsberg mehr verdienen, wird es innerhalb des Verbands unterschiedliche Verdienste geben.

Der Sozialausschuss hat sich aber nicht nur mit dem Lohnniveau auseinandergesetzt. Das Gremium hat ebenfalls beschlossen, dass es in dieser Legislaturperiode keine Veränderungen in den Rheinsberger Kita-Strukturen geben soll. Dieser Vorschlag von BVB/Freie Wähler/FDP zielt direkt gegen die Überlegungen der SPD, künftig alle Kindergärten von der Stadt betreiben zu lassen. Eine Debatte darüber sei zwar legitim, so Schwochow. „Schnellschüsse aber kontraproduktiv.“ Denn sie führen – zumal, wenn sie in der Öffentlichkeit ausgetragen werden – zu Verunsicherung unter Erziehern und Eltern.

Von Celina Aniol

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