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Ostprignitz-Ruppin Glockenläuten zum Stadtbrand-Gedenken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Glockenläuten zum Stadtbrand-Gedenken
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19:48 23.08.2017
Auch die Glocken der Neuruppiner Klosterkirche sollen am Sonnabend schlagen. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Mit lautem Glockenläuten will die Stadt Neuruppin am Sonnabend an den großen Stadtbrand vor 230 Jahren erinnern. Das Feuer am 26. August 1787 hatte weite Teile Neuruppins vernichtet. Nur wenige Häuser haben die Katastrophe überstanden. Ihre heutige Ansicht verdankt die Stadt dem Wiederaufbauprogramm in den Jahren danach.

Wohl kein anderes Ereignis hat Neuruppin derart geprägt, wie dieser Brand. Der Neuruppiner Schuhmachermeister Wilhelm Börnicke hatte deshalb angeregt, am Jahrestag die Glocken zu läuten. Die Stadtverwaltung hatte die Idee aufgegriffen und Kontakt zu verschiedenen Einrichtungen gesucht. Fünf Kirchen und Kapellen werden sich am Sonnabend Punkt 12 Uhr an der Aktion beteiligen. Dann sollen die Glocken der Neuruppiner Klosterkirche schlagen, die der Pfarrkirche, der katholischen Kirche, die des Alten Gymnasiums und ausnahmsweise sogar die Glocken der St.-Georg-Kapelle in der Straße des Friedens, die gerade saniert wird. Das kündigte Bürgermeister Jens-Peter Golde jetzt an.

Das Feuer, das Neuruppin derart verändert hat, brach am 26. August vor 230 Jahren im Scheunenviertel vor der Stadtmauer aus und griff von dort auf die Häuser jenseits der Mauer über. Innerhalb weniger Stunden fraßen sich die Flammen schier unaufhaltsam durch eine Straße nach der anderen.

Für die damalige Zeit war der Brand eine Katastrophe, sagt Jens-Peter Golde. Aus heutiger Sicht sei der Brand womöglich ein Segen für die Stadt gewesen. So breite, helle Straße und große luftige Plätze gab es in der mittelalterlich geprägten Kleinstadt nicht. Sie machen Neuruppin heute aber besonders.

Von Reyk Grunow

Die Stadt Neuruppin wird im Herbst vier Straßen vorübergehend sperren lassen. Ab September wird am Certaldoring gebaut, in der Fehrbelliner Straße, der Schinkelstraße und an der Zufahrt nach Molchow. Der Rettungsdienst muss den Umzug in seine neue Wache deshalb erneut verschieben. Die ist seit Mai fertig, steht aber bis heute weitgehend leer.

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