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Glockenläuten zum Stadtbrand-Gedenken

Neuruppin Glockenläuten zum Stadtbrand-Gedenken

In fünf Neuruppiner Gebäuden werden am Sonnabend um zwölf die Glocken läuten. Damit will die Stadt an den Stadtbrand erinnern, der am 26. August vor 230 Jahren einen Großteil der Häuser zerstört hatte. Das Feuer und seien Folgen prägen die Stadt bis heute.

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Auch die Glocken der Neuruppiner Klosterkirche sollen am Sonnabend schlagen.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Mit lautem Glockenläuten will die Stadt Neuruppin am Sonnabend an den großen Stadtbrand vor 230 Jahren erinnern. Das Feuer am 26. August 1787 hatte weite Teile Neuruppins vernichtet. Nur wenige Häuser haben die Katastrophe überstanden. Ihre heutige Ansicht verdankt die Stadt dem Wiederaufbauprogramm in den Jahren danach.

Wohl kein anderes Ereignis hat Neuruppin derart geprägt, wie dieser Brand. Der Neuruppiner Schuhmachermeister Wilhelm Börnicke hatte deshalb angeregt, am Jahrestag die Glocken zu läuten. Die Stadtverwaltung hatte die Idee aufgegriffen und Kontakt zu verschiedenen Einrichtungen gesucht. Fünf Kirchen und Kapellen werden sich am Sonnabend Punkt 12 Uhr an der Aktion beteiligen. Dann sollen die Glocken der Neuruppiner Klosterkirche schlagen, die der Pfarrkirche, der katholischen Kirche, die des Alten Gymnasiums und ausnahmsweise sogar die Glocken der St.-Georg-Kapelle in der Straße des Friedens, die gerade saniert wird. Das kündigte Bürgermeister Jens-Peter Golde jetzt an.

Das Feuer, das Neuruppin derart verändert hat, brach am 26. August vor 230 Jahren im Scheunenviertel vor der Stadtmauer aus und griff von dort auf die Häuser jenseits der Mauer über. Innerhalb weniger Stunden fraßen sich die Flammen schier unaufhaltsam durch eine Straße nach der anderen.

Für die damalige Zeit war der Brand eine Katastrophe, sagt Jens-Peter Golde. Aus heutiger Sicht sei der Brand womöglich ein Segen für die Stadt gewesen. So breite, helle Straße und große luftige Plätze gab es in der mittelalterlich geprägten Kleinstadt nicht. Sie machen Neuruppin heute aber besonders.

Von Reyk Grunow

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