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Ostprignitz-Ruppin Glorreicher Sommer in Netzeband
Lokales Ostprignitz-Ruppin Glorreicher Sommer in Netzeband
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00:37 03.09.2015
Zehn Jahre Synchrontheater: Das Ensemble lässt Masken aller Inszenierungen der vergangenen Jahre Revue passieren. Quelle: Regine Buddeke
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Netzeband

„Nun ward der Winter unsers Missvergnügens glorreicher Sommer ...“ – so beginnt Richard III seinen großen Anfangsmonolog. Und spricht damit an diesem Ort die Wahrheit, denn ein glorreicher Sommer war es allemal für das Team des Theatersommers Netzeband.

Am Sonnabend hatten die Masken aus dem Hause York und Lancaster ein letztes Mal ihren großen Auftritt im Gutspark, bevor es für alle Akteure – Profis und Laien – bei der traditionellen „Langen Nacht des Theaters“ erst einmal Abschied nehmen heißt, bis im nächsten Jahr die Proben für die neuen Inszenierungen beginnen. Für etliche ist es die schönste Zeit des Jahres, manch einer opfert dafür gern seinen Jahresurlaub.

Die gefeierten Masken. Quelle: Regine Buddeke

„Wer einmal auf der Bühne stand, möchte nicht zurück in den Saal“, beschreibt es Ronald Oelke, Urgestein beim Theatersommer, der die Lange Nacht moderiert. Und so bevölkert das Ensemble denn auch nach der Vorstellung noch die Bühne in der vollen Temnitzkirche.

Etliche der Zuschauer sind noch geblieben, um mit den Darstellern gemeinsam zu feiern: zehn Jahre Synchrontheater – mit den typisch expressiven Masken und ausdrucksstarken Stimmen vom Band. „Macbeth“, die „Nibelungen“-Trilogie, ein Grabbe-Lustspiel, Goethes „Faust“, die Shakespeare-Trilogie – das alles lassen die Darsteller in ihrem Programm Revue passieren. Mit Masken und Filmausschnitten wird die Erfolgsgeschichte noch einmal plastisch.

Stefan Schreiber wurde mit dem Ring der Nibelungen geehrt. Quelle: Regine Buddeke

Gut kommt auch das Video an, das Stefan Schreiber als eine Art Comic drehte: mit Theaterszenen, die vom Team mit skurrilen Texten unterlegt wurden. Schreiber selbst stand bereits bei den Nibelungen als Riese auf der Bühne, Jahr für Jahr wuchs er mit dem Ensemble und seinen Aufgaben. Auch dafür wurde er in diesem Jahr mit dem Ring des Nibelungen geehrt – eine Auszeichnung, die alljährlich verliehen wird und die der Akteur mit sichtlicher Rührung entgegennahm.

Auch Regisseur Hermann Höcker ist gerührt, seit Jahren schon arbeitete er an der Seite von Frank Matthus an den Inszenierungen – in diesem Jahr war es seine alleinige Regie-Saison, seit Matthus zur Kammeroper Rheinsberg wechselte. Höcker dankt in einer bewegten Rede seinem engagierten Team, den Förderern, Helfern und Sponsoren und nicht zuletzt seinem Publikum. Dank des guten Wetters waren alle Vorstellungen gut besucht, etliche ausverkauft. „Alle meine Erwartungen wurden übertroffen“, sagt Hermann Höcker über den Richard. „Ich war nicht sicher, wie meine Fassung angenommen wird.“ 2016 setzt er als Familienstück „Robin Hood“ in Szene. Und gemeinsam mit Andreé Solvik den „Peer Gynt“. Die Darsteller haben ihrerseits ein Geschenk für Höcker und Frank Matthus, der in den Vorjahren für spannende Inszenierungen und wunderbare Textbearbeitungen sorgte: ein Textbuch der kompletten Shakespeare-Trilogie.

Von Regine Buddeke

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