Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Gnadenhochzeit in der Dossestadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gnadenhochzeit in der Dossestadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 29.12.2017
Gertrud und Rudolf Ota aus Wusterhausen feierten am 25. Dezember 2017 ihren 70. Hochzeitstag. Quelle: André Reichel
Anzeige
Wusterhausen

Für Gertrud und Rudolf Ota aus Wusterhausen ist der erste Weihnachtsfeiertag der mit Abstand schönste Tag im ganzen Jahr. Das Wohnzimmer ist festlich geschmückt und aus der Küche duftet es herrlich nach Gänsebraten. Doch zu etwas wirklich besonderem wird dieser Tag für das Paar, weil sie sich einst an jenem 25. Dezember das Ja-Wort gaben. 70 Jahre ist das nun her. „Gnadenhochzeit – diesen doch so besonderen Tag feiern zu können, ist für uns beide ein riesengroßes Geschenk“, sagte Rudolf Ota.

Zum Gratulieren kamen am Montagvormittag der Bürgermeister der Gemeinde Wusterhausen, Roman Blank. Der erkrankte Ortsvorsteher von Wusterhausen, Wolfgang Kamphausen (UWG), wurde von Petra Buschke von der Fraktion Die Linke vertreten. Beide hatten einen dicken Blumenstrauß mitgebracht und freuten sich mit dem Paar. Bei Kaffee und Kuchen erzählten Gertrud und Rudolf Ota Gerschichten aus ihrem Leben und natürlich, wie sie sich kennenlernten. Rudolf Ota, Jahrgang 1926, wuchs im Sudetenland auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand er eine neue Heimat in Tramnitz.

Zu Weihnachten hatte die ganze Familie Zeit

Gertrud Ota kam 1924 in Landsberg an der Warthe zur Welt. Auch sie verlor 1945 ihre Heimat und kam mit ihrer Familie erst mal im Gutshaus von Blankenberg unter. Dort begegnete sie auch den Großeltern von Bürgermeister Roman Blank, die im Dorf wohnten. Blank berichtete, dass seine inzwischen verstorbenen Großeltern in Blankenberg ebenfalls am 25. Dezember 1947 heirateten. Gertrud und Rudolf Ota lernten sich in Tramnitz kennen, wo sie dann als Neusiedler eine kleine Bauernwirtschaft aufbauten. Im Dessower Standesamt heirateten die beiden. Den recht ungewöhnlichen Hochzeitstermin konnte Rudolf Ota leicht erklären: „Nur zu Weihnachten hatten all unsere Verwandten die Zeit, zur Hochzeitsfeier zu kommen.“

1950 zog das Jubiläumspaar nach Wusterhausen. Das damals baufällige Fachwerkhaus verwandelten sie in jahrelanger Arbeit in ein gemütliches Heim. Noch heute wohnen sie in diesem Haus in der Berliner Straße. Ihr Arbeitsleben verbrachte die heute 93-jährige in der Verwaltung der HO und als Verkäuferin in verschiedenen Geschäften. Rudolf Ota arbeitete von 1956 bis 1991 erst als Fahrer, dann als Betriebsdirektor im Kraftverkehr Kyritz. Ihr Rentnerdasein genießen sie bis heute in vollen Zügen. Wenn es die Gesundheit zulässt, wollen Otas auch den 71. Hochzeitstag kräftig feiern.

Von André Reichel

Die Wittstocker Feuerwehr blickt auf 2017: Die sogenannte Technische Hilfeleistung beschäftigt die Retter weit häufiger als Brände. Türnotoffnungen sind keine Seltenheit. Oft alarmieren die Nachbarn, weil sie den Wohnungsinhaber schon lange nicht mehr gesehen haben.

29.12.2017

Während einer Taxifahrt ist bei dem 50-jährigen Fahrer in Wittstock Alkoholgeruch wahrgenommen worden. Die Polizei stellte 0,30 Promille fest. Im Linien- und Taxenverkehr gilt aber die Null-Promille-Grenze.

26.12.2017

Für den Winterdienst ist in Wusterhausen nun komplett der städtische Bauhof zuständig. Die Gemeinde hat sich dafür jetzt eigens ein neues Fahrzeug geholt, das ein starker Alleskönner ist und zu jeder Jahreszeit seine Aufgaben erledigen kann. Im Winterdienst soll das Fahrzeug aber erst sein ganzes Können offenbaren.

29.12.2017
Anzeige