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Ostprignitz-Ruppin Gnewikow: Pflaster wie aus Wackelpudding
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gnewikow: Pflaster wie aus Wackelpudding
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00:44 19.07.2015
Vor dem Gnewikower Gutshaus schwimmen Autos geradezu über die losen Pflastersteine der Ortsdurchfahrt. Quelle: Reyk Grunow
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Gnewikow

Das Gefühl ist ungewohnt. Wenn es gewollt wäre, könnte es als Kinderbelustigung durchgehen. Als Attraktion für das Gnewikower Jugenddorf. Wer auf das Pflaster der Straße vor dem einstigen Gutshaus tritt, bekommt einen Eindruck, wie sich Treibsand anfühlen muss. Die Steine liegen lose in ihrem Bett, wackeln in alle Richtungen, verschieben sich. Wenn Autos über das Pflaster fahren, klappert es laut. Erst vor zwei Jahren ist die Fahrbahn der Gnewikower Gutsstraße aufwändig saniert worden. In so miserablem Zustand wie jetzt war sie nicht einmal vor der Sanierung. Die Fahrbahn müsste schnell repariert werden. Doch das ist nicht in Aussicht.

Zwar weisen seit einem halben Jahr Warnschilder auf die akute Gefahr hin. Moped- oder Motorradfahrer, die nicht darauf vorbereitet sind, ahnen kaum, wie locker der Pflasterbelag ist.

Seit Januar läuft der Ortsbeirat von einer Stelle zur nächsten – doch bisher ist niemand bereit, die Schäden zu beseitigen. Eigentlich wäre der Landkreis Ostprignitz-Ruppin für den Zustand der Gnewikower Piste zuständig, schließlich handelt es sich bei der Gutsstraße um eine sogenannte Kreisstraße. Die Kreisverwaltung hatte auch die Sanierung vor zwei Jahren veranlasst. Rund 120 000 Euro hatte das damals gekostet. Für die aktuellen Schäden fühlt sie sich aber offenbar nicht verantwortlich.

Seit dem Winter streiten sich mehrere Firmen, wer dafür gesorgt hat, dass die Pflastersteine derart lose sind. Liegt das an den Reparaturarbeiten aus dem Jahr 2013? Oder war es vielleicht die Firma, die 2014 im Auftrag der Stadtwerke in Gnewikow Gasleitungen verlegt hat? „Das ist noch nicht abschließend geklärt“, sagt Kreissprecherin Britta Avantario. Und so lange nicht klar ist, wer Schuld ist, wird auch nicht repariert.

Wenn es nach Thorsten Lindner geht, kann das so bleiben. Der Chef des Jugenddorfes will gar keine makellos glatte Fahrbahn. „Das sollen sie mal schön bleiben lassen“, sagt er. Wegen des maroden Pflasters fahren die Autos jetzt wenigstens langsam am Jugenddorf vorbei. Die Schilder, die seit Jahren vor spielenden Kindern warnen, werden von den meisten Autofahrern ignoriert, ärgert sich Lindner: „Aber um ihr Auto haben scheinbar alle Angst.“

Die Steine schwimmen regelrecht

Für die Gnewikower ist völlig unverständlich, weshalb sich an der Gutsstraße nicht endlich etwas tut. „Die Steine schwimmen regelrecht hin und her“, sagt der stellvertretende Ortsvorsteher Steven Kranz. Teilweise haben sie sich schon so verschoben, dass sich Wellenmuster im Pflaster bilden. Immer wieder werden einzelne Pflastersteine hochgeschleudert und ragen dann aus der Fahrbahn heraus. „Man muss Angst haben, dass man sich seine Reifen zerfährt“, sagt Kranz. Hinzu kommt: Je länger die Reparatur verschoben wird, um so größer werden die Schäden. „Sie weiten sich immer mehr aus“, sagt der Vize-Ortvorsteher. Inzwischen liegen auf hundert Metern rund um das Gutshaus Steine lose. Auch dort, wo sie vor ein paar Monaten noch fest verfugt waren.

Ob das die Reparaturen allerdings beschleunigt, ist offen. Zur Frage, wann die Schäden endlich beseitigt werden, kann Kreissprecherin Britta Avantario jedenfalls nichts sagen. Auch nicht dazu, ob es nicht sinnvoll wäre, schnell zu handeln.

Von Reyk Grunow

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