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Ostprignitz-Ruppin Gnewikow: Stadtwerke sollen Kita umbauen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gnewikow: Stadtwerke sollen Kita umbauen
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02:15 25.03.2016
Das denkmalgeschützte Haus der Kita liegt direkt neben dem Jugenddorf. Die Stadtwerke prüfen den Bau eines Nahwärmenetzes. Quelle: Peter Geisler
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Gnewikow

Die Gnewikower könnten schneller zu einem neuen Dorfgemeinschaftshaus kommen als zuletzt bekannt. Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde setzt auf die Unterstützung der Stadtwerke, um den jahrelangen Streit endlich beizulegen.

Die Gnewikower wünschen sich nichts sehnlicher als den Umbau der ehemaligen Kita zu einem Dorfgemeinschaftshaus. Das würde mehrere Hunderttausend Euro kosten. Ohne Fördermittel kann sich die Fontanestadt die Investition nicht leisten. Doch ob es Fördermittel dafür geben wird, steht in den Sternen. Mit Hilfe der Stadtwerke soll alles viel schneller gehen, hofft Golde.

Wärmeverteilung fürs Jugenddorf im Keller der alten Kita

Der Plan: Im Keller des alten Kindergartens könnte eine Wärmeverteilstation entstehen. Von dort aus würde das benachbarte Jugenddorf mit Heizenergie und warmem Wasser versorgt werden – vorausgesetzt, die Stiftung der Deutschen Kreditbank (DKB), die das Haus betreibt, spielt mit.

Als Heizquelle kommt die Biogasanlage eines Gnewikower Landwirtschaftsbetriebs infrage. Die Anlage erzeugt viel Wärme, für die der Betrieb eine Nutzung finden muss, um den vollen Zuschuss des Bundes für seine Investition zu bekommen. „Wir könnten uns vorstellen, in Gnewikow ein Nahwärmenetz zu errichten“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Joachim Zindler, als er das grobe Konzept am Dienstag in einem Pressegespräch vorstellte.

Über Rohre würde die Wärme aus der Biogasanlage für die Heizung des Jugenddorfes verwendet werden. Für die Zeit, in der diese Energie nicht ausreicht, müsste im Keller der Kita ein kleines Blockheizkraftwerk entstehen, das zusätzliche Wärme liefert.

Stadtwerke wollen nicht erst auf Fördermittel warten

Der Aufwand für einen Umbau der einstige Kita dürfte sich in Grenzen halten, glaubt Joachim Zindler: „Das Gebäude ist eigentlich in gar keinem so schlechten Zustand.“ Damit sich die Investition rechnet, würden im Haus zusätzlich vier bis fünf Mietwohnungen entstehen. Für Ortsbeirat, Vereine oder private Feiern bliebe das halbe Erdgeschoss.

Gnewikows Ortsvorsteher Olaf Matschoss findet die Idee „grundsätzlich ganz gut“. Der Platz sollte auch ausreichen. „So war das in den bisherigen Plänen ja auch eingezeichnet“, sagt Matschoss. Das Vorhaben käme auf diese Weise wesentlich schneller voran, denn die Stadtwerke würden nicht auf Fördermittel warten. „Wir haben gerade eine Niedrigzinsphase“, sagt Geschäftsführer Zindler. Günstiger als jetzt ließe sich so ein Bau kaum finanzieren.

Bürgermeister sieht keine Kluft mehr zwischen Stadt und Ortsteil

Rathauschef Golde kann nicht verstehen, dass die Gnewikower immer noch das Gefühl haben, zwischen Stadt und Ortsteil würde eine riesiger Graben bestehen. Wenn das Konzept fertig ausgearbeitet ist, könnte er sich vorstellen, dass die Stadtwerke das Grundstück noch im Sommer übernehmen – vorausgesetzt die Stadtverordneten stimmen zu.

Matschoss will lieber nichts übereilen. „Es müssen alle Rahmenbedingungen stimmen“, sagt er. So muss erst die Mietfrage für die Räume geklärt werden, die Vereinen oder dem Ortsbeirat zur Verfügung stünden. Am Dienstag, 5. April, will der Ortsbeirat um 19 Uhr im Kreativhaus des Jugenddorfes beraten, unter welchen Bedingungen er der Stadtwerkelösung zustimmen würde. „Wenn das klappt, könnten wir alle zufrieden sein“, findet der Ortsvorsteher. Golde findet das auch.

Von Reyk Grunow

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