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Ostprignitz-Ruppin Gnewikow: skeptisches Ja zum Stadtwerkeplan
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gnewikow: skeptisches Ja zum Stadtwerkeplan
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02:15 09.04.2016
Gnewikows einstige Kita könnte zum Treff fürs Dorf werden. Das denkmalgeschützte Gebäude neben dem Jugenddorf steht seit vielen Jahren leer. Quelle: Peter Geisler
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Gnewikow

Grundsätzlich können sich die Gnewikower vorstellen, ihr Dorfgemeinschaftshaus in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken zu entwickeln. Am Dienstag hatten Bürgermeister Jens-Peter Golde und Stadtwerkechef Joachim Zindler ihre Ideen für den Umbau der alten Kita im Ortsbeirat vorgestellt und versucht, alle Fragen zu beantworten, die aus dem Dorf dazu kamen. Sie wollten die Stimmung erkunden: Sind die Gnewikower bereit, an der Idee mitzuarbeiten, oder lehnen sie diese Lösung generell ab?

Viele Einwohner haben von dem Vorschlag schon in der Zeitung gelesen. Seit Monaten beraten Ortsbeirat, Stadt und Stadtwerke darüber. Im Kern geht es darum, dass Neuruppin das Gebäude der alten Kita an seine Tochterfirma überträgt und die Stadtwerke das denkmalgeschützte Gebäude dann umbauen.

Die Stadtwerke könnten einen Teil der Räume nutzen, um dort eine Verteilstation einzubauen, mit der sich zum Beispiel die Wärme aus der benachbarten Biogasanlage eines Landwirtes nutzen ließe, um das Jugenddorf zu beheizen. Vorteil für die Gnewikower: Sie würden ihre seit Jahren ersehnten Räume für Vereinstreffen, Ortsbeirat, Jugendfeuerwehr und Feiern erhalten. Und das wahrscheinlich sogar schneller als es die Stadtverwaltung schaffen würde.

„Grundsätzlich können wir uns das mit den Stadtwerken schon vorstellen“, sagt Ortsvorsteher Olaf Matschoss, kann aber auch eine gewisse Skepsis nicht verhehlen. Die Gnewikower pochen seit Jahren auf ihre vermeintlichen Rechte aus dem Vertrag über die Ein­gemeindung nach Neuruppin in den 90er Jahren. Diese Rechte wollen sie gesichert sehen. Sie wollen auch Garantien, dass die Räume in der Kita auf Dauer sicher sind und sich die Stadtwerke die Sache nicht irgendwann anders überlegen. Und sie hätten gern einen Zeitplan.

Den kann aber niemand nennen. Ob die Idee überhaupt funktioniert, hängt am Jugenddorf. Würde das überhaupt die Wärme von den Stadtwerken kaufen? Joachim Zindler konnte das bisher noch nicht klären.

Von Reyk Grunow

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