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Ostprignitz-Ruppin Goldene Hochzeit der Volkssolidarität
Lokales Ostprignitz-Ruppin Goldene Hochzeit der Volkssolidarität
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12:03 26.09.2017
40 Jahre Mitglied: Helga Westhäuser-Rüttinger (M.) nahm eine Urkunde von Günther Häusler (l.) und Gertrud Krüger entgegen. Quelle: Christamaria Ruch
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Königsberg

Gertrud Krüger aus Königsberg bleibt sich treu: Auch bei der Jubiläumsfeier am Wochenende trägt sie den Besuchern wieder ein Gedicht vor. Denn bei jedem Treffen der Volkssolidarität, Ortsgruppe Königsberg, gehört das seit 25 Jahren zum gewohnten Ablauf.

Die Ortsgruppe in Königsberg blickt auf nunmehr 50 Jahre zurück. Damit ist sie die dienstälteste Ortsgruppe in der Gemeinde Heiligengrabe. Mit einer Feierstunde und Festprogramm jüngst in der Gaststätte „Steinbach“ in Grabow erinnerten die Mitglieder und ihre Gäste an dieses Jubiläum. Die Volkssolidaität lebt das Motto „Miteinander. Füreinander“ jeden Tag aus Neue. „Die Ortsgruppe ist eine Instanz in Königsberg“, sagte Klaus Raschkowski am Rande der Feier. Er trat vor zwei Jahren dieser Ortsgruppe bei. „Das war und ist meine innere Überzeugung, denn es ist wichtig, die Strukturen im Dorf zu unterstützen.“ Nach Auffassung von Klaus Raschkowski „gibt es nichts Vergleichbares auf den Dörfern.“

Dankeschön mit Blumen: Inge Häusler, Edith Schmidt und Helga Feick (v.l.) gehören zu den aktiven Mitgliedern. Quelle: Christamaria Ruch

Vor 25 Jahren übernahm Gertrud Krüger die Leitung der Ortsgruppe Volkssolidarität. Die heute 81-Jährige ist dienstältestes Mitglied und seit 49 Jahren organisiert. Noch kann sie sich ein Aufhören an vorderster Stelle nicht vorstellen: „Dann würde mir etwas fehlen.“ Günter Häusler steht Gertrud Krüger seit acht Jahren als Stellvertreter zur Seite. Die Mitglieder sind zwischen 35 und 95 Jahre alt. 37 Frauen und Männer reihen sich derzeit in der Ortsgruppe ein. Auch Frauen und Männer aus Herzsprung und Teetz sind in Königsberg organisiert. Prominentestes Mitglied ist die Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann (Die Linke). Zehn Mitglieder traten zum Leidwesen des Vorstands zum Jahresanfang aus. Auf die Gründe wollte Gertrud Krüger bei der Jubiläumsfeier nicht näher eingehen.

Klaus Raschkowski ist seit zwei Jahren Mitglied Quelle: Christamaria Ruch

„50 Jahre Ortsgruppe ist ein Erfolg. Wir werden den Gründern stets ein ehrendes Andenken erweisen“, so Gertrud Krüger in ihrer Festrede. Jeder dritte Donnerstag im Monat ist rot im Kalender markiert. Dann treffen sich die Frauen und Männer im Dorfgemeinschaftshaus in Königsberg. „Ich war 1992 froh, endlich wieder eine Betätigung zu finden“, sagt Gertrud Krüger. Monatlich organisiert sie die Treffen, die immer nach einem besonderen Ritual ablaufen. Krüger eröffnet mit einem Gedicht die Nachmittage, dann gibt sie viel Zeit für Gespräche bei Kaffee und Kuchen, bevor ein Thema im Mittelpunkt steht. Sie schickt ihre Gäste stets mit einem guten Wunsch auf den Heimweg.

Die Ortsgruppe ist auch ein streitbares Gremium. „Auf politischem Gebiet machen wir von unserem demokratischen Mitspracherecht Gebrauch“, erinnerte Gertrud Krüger. Dazu zählten Unterschriftensammlungen für „Hochspannung tief legen“, der Protest gegen die Abstandsregelungen beim Aufstellen von Windrädern oder der Widerstand gegen die Polizeireform. Doch in dem Protest gegen die anstehende Kreisgebietsreform sieht Gertrud Krüger „die wichtigste Aktion.“

„Der singende Herr O.“ begeisterte bei der Jubiläumsfeier. Quelle: Christamaria Ruch

Seit 2013 nimmt die Ortsgruppe Angebote vom Seniorenbeirat Heiligengrabe wahr. Sinkende Mitgliederzahlen führen auch dazu, dass Busfahrten nicht mehr allein zu stemmen sind. Die Ortsgruppe Königsberg bringt sich gemeinsam mit anderen Vereinen und Institutionen innerhalb der Gemeinde Heiligengrabe bis hin zur Kreisebene ein.

„Die Volkssolidarität ist sozial praktizierte Mitmenschlichkeit“, sagte Jörg Jutzi, Referent beim Mitgliederverband der Volkssolidarität im Land Brandenburg, in seinem Grußwort. 1949 gründete sich die Volkssolidarität in Zeiten der Not. „Sie ist ein sozialer Leuchtturm, bietet Freizeitgestaltung, ist Kummerkasten, bietet Hilfe, Integration und ist auch Interessenvertretung“, so Jörg Jutzi. Vor allem mit Blick auf die Zeit seit 1990 „ist das Wirken nicht hoch genug einzuschätzen, denn es fordert immer Kraft“, so Jutzi. Das Kulturprogramm mit „Der singende Herr O.“ aus Manker traf den Nerv des Publikums.

Von Christamaria Ruch

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