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Google-Mobil vermisst im Juli alle Straßen

Fehrbellin Google-Mobil vermisst im Juli alle Straßen

Ein Spezialfahrzeug voller Hightech fotografiert und vermisst im Juli sämtliche Straßen in der Gemeinde. Daten, die den Mitarbeitern in der Gemeindeverwaltung künftig vieles leichter machen sollen. Rund 30.000 Euro lässt sich die Gemeinde das kosten.

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Der orangefarbene Transporter ist mit Kameras, Satellitenortung und diversen Messgeräten vollgestopft.

Quelle: Foto: Gemeinde Fehrbellin

Fehrbellin. Als Google vor einigen Jahren seine Mobile losschickte, um Deutschlands Straßen zu fotografieren, sorgte das für großes Aufsehen. Jetzt zieht Fehrbellin nach. Im Juli schickt die Gemeinde ein Spezialfahrzeug los, vollgestopft mit Kameras, Satellitentechnik, Lasermessgeräten und Computern. Das hochmoderne Vermessungsmobil liefert Bilder und Informationen aus sämtlichen Straßen in allen Ortsteilen. Daten, die den Mitarbeitern in der Gemeindeverwaltung künftig vieles leichter machen sollen.

Bisher hat die Gemeinde erst von einem Teil ihrer Straßen wichtige Informationen, weiß, wie breit sie sind, wo es Gehwege gibt, Rasenflächen, Verkehrsschilder, Laternen und so weiter. Wenn es keine verlässlichen Pläne gab, mussten sich Mitarbeiter der Gemeinde bisher selbst mit Maßband und Schreibblock auf den Weg machen und jede Straße nachmessen, sagt Bauamtsleiter Rasmus Krebs. Das ist extrem aufwändig und dauert lange. „Wenn wir das so weitermachen, würden wir bestimmt noch anderthalb Jahre brauchen“, schätzt Krebs. Die Datenerfassung frisst viel Zeit, die die Mitarbeiter für andere Arbeiten brauchen.

Eine Erfurter Firma hat ein Hightech-Vermessungsmobil entwickelt, das das viel schneller kann – und genauer obendrein. In nur einem Monat wird das Fahrzeug sämtliche Straßen in Fehrbellin aufnehmen. Nur den öffentlichen Teil. Autokennzeichen und die Gesichter von Menschen, die versehentlich mit auf die Bilder geraten, werden automatisch unkenntlich gemacht.

Auf Fotos können die Mitarbeiter in Fehrbelliner Verwaltung künftig sehen, wo an welcher Straße ein Schild steht, wo es Gräben gibt oder Grünflächen. Mit einer Spezialsoftware lassen sich in den Bildern Flächen und Strecken exakt berechnen. Muss ein Gehweg repariert werden, kann man so für die Ausschreibung schnell ermitteln, wie groß die Fläche ist. „Ohne dass jedes Mal jemand vor Ort fahren muss, um alles auszumessen“, sagt Krebs. Rund 30 000 Euro lässt sich die Gemeinde das jetzt einmalig kosten, ist aber fest überzeugt, dass sich die Investition auf Dauer rechnen wird.

Von Reyk Grunow

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