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Ostprignitz-Ruppin Gottesdienst vom Pferd aus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gottesdienst vom Pferd aus
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00:25 11.11.2015
Georgina Heuer mit ihrer Holsteinerstute „Wallander“. Quelle: Ruch
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Dossow

„Mädels, bitte trensen!“. Mit diesem flotten Spruch gab Barbara Gamon vom Reiterhof in Dossow am Sonnabendvormittag die Marschrichtung beim 15. Hubertusausritt vor. Denn wenig später startete das Feld aus Reitern, Kremsern und Kutschen zur 15 Kilometer langen Strecke in Richtung Fretzdorf und Gadow.

Doch zum Auftakt gehört von Beginn an auch der Gottesdienst mit dazu, den die Reiter immer hoch zu Ross oder von der Kutsche aus erleben. Pfarrer Heinz-Joachim Lohmann hielt die Predigt vor dem gezimmerten Kreuz aus Birkenholz. Der Wittstocker Bläserchor begleitete den Gesang mit Posaunenklängen – Barbara Gamon legt Wert darauf, dass es sich immer um einen Ausritt und nicht wie vielerorts üblich um eine Jagd handelt. „Wir machen unterwegs kein Wettrennen und jagen auch nicht, denn wir möchten dabei Rücksicht auf jüngere Teilnehmer und Pferde nehmen“, so Gamon. Der Reitverein Reiterhof Dossow legt nach eigener Aussage ein starkes Augenmerk auf die Jugendförderung. Mehr als 40 Kinder und Jugendliche sind dort aktiv tätig. Die 15-jährige Georgina Heuer ist seit mehr als vier Jahren im Verein Mitglied und schwang sich nun erstmals beim Hubertusausritt in den Sattel. Ihre Holsteinerstute „Wallander“ zeigte sich vor dem Aufbruch zwar noch ein wenig nervös, aber Heuer hoffte: „Wenn ich ruhig bleibe, überträgt sich das auf das Pferd.“ Ihre gleichaltrige Freundin Larissa Land wich beim Satteln des Pferdes nicht von ihrer Seite. „Ich bin für die moralische Unterstützung hier“, sagte Larissa. Über Wochen bereitete sich Georgina Heuer auf ihren großen Ausritt vor: Wöchentliches Training und das Reiten in der Gruppe gehörten dazu. Denn gerade beim Zusammenspiel mit anderen Pferden, Kremsern und Kutschen zeigt sich, wie belastbar ein Pferd ist. „Stehende Kremser sind für „Wallander“ in Ordnung, aber Kutschen sind ihr suspekt“, so Heuer.

Pfarrer Lohmann erinnerte in seiner Predigt kurz an die Hubertuslegende, schwenkte dann aber auf das Fischen als Teil der Jagd um. Er ging auf den Fischzug aus dem Lukasevangelium ein. „Das ist die Geschichte von der Arbeit und der vergeblichen Arbeit“, sagte er. Jeder, der „mit der Natur im Dialog steht, muss zugleich warten und abwarten“, so Lohmann. Menschen müssen Geduld zeigen und warten können, mahnte er an. Gleichermaßen soll man darauf vertrauen, dass etwas geschieht. Warten und Vertrauen sind somit Grundtugenden, um im Leben zurecht zu kommen.

Von Christamaria Ruch

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