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Gottesdienst zu Hubertus’ Ehren gefeiert

Bork Gottesdienst zu Hubertus’ Ehren gefeiert

In der Region gibt es weit und breit nur wenige sogenannte Hubertus-Messen, mit denen dem Schutzpatron der Jäger gehuldigt wird. In Dreetz im Süden des Neustädter Amtsgebietes und in dem zu Kyritz gehörenden Dorf Bork sind sie eine feste Größe. In Bork beteiligen sich an der Traditionsveranstaltung immer auch einige Mitglieder der Potsdamer Turmbläser.

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Die Jagdhorngruppe des Kreisjagdverbandes Ostprignitz-Ruppin spielte vor der Borker Kirche.

Quelle: Matthias Anke

Bork. Jagdhornklänge hallten am Sonntag durch die nieselverhangene Luft in Bork. Jagdhunde­geheul setzte ein. Dann übernahmen die Kirchenglocken, ehe in der Kirche des Dorfes vier Mitglieder der Potsdamer Turmbläser ihren Blechinstrumenten noch weitaus komplexere Melodien entlockten. „Das hier ist immer ein kleiner kultureller Hochgenuss“, sagte der Kyritzer Jürgen Rinno am Rande dieser Veranstaltung in Bork. Rinno ist Vorsitzender des Ostprignitz-Ruppiner Kreisjagdverbands.

Mit einem Gottesdienst wurde nicht nur in dem zu Kyritz gehörenden Bork, sondern auch in Dreetz der heilige Hubertus als Schutzpatron der Jagd gefeiert. Weit und breit gibt es in der Region nichts Vergleichbares. In katholischen Gefilden ist die Hubertus-Messe mehr verbreitet. Aber auch die evangelische Kirche würdigt Hubertus. „Wann wir damit hier anfingen, weiß keiner mehr. Wir machen das aber bestimmt schon seit über einem Jahrzehnt“, erklärte Axel Redepenning, der Ortsvorsteher des Nachbardorfes Lellichow, dessen Frau Beatrix die Gemeindekirchenratsvorsitzende auch für Bork ist. Bork und Lellichow bilden eine Gemeinde im Pfarrbereich Papenbruch des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin.

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Alljährlich wird am 3. November der Hubertustag gefeiert, in aller Regel am Wochenende danach mit einer Hubertusmesse. In Bork bei Kyritz ist das seit über einem Jahrzehnt schon Tradition.

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Die Bläser haben ihren Anteil an der Existenz dieser Messe in Bork. „Bork geht immer vor“, sagte Bernhard Bosecker von den Potsdamer Turmbläsern. Es ist ein renommiertes und terminlich entsprechend ausgebuchtes Ensemble, das ansonsten mit fünf bis 15 Instrumentalisten auftritt. Doch mit Bork verbindet Gründungsmitglied Bosecker eben einiges: Dorthin hatte es ihn ein Jahr vor der politischen Wende auf der Suche nach einem Probenraum verschlagen. Eine Bekannte wies ihn auf die damals ungenutzte Borker Kirche hin. Als Unterkunft während der Probenzeit hatte er die wenige Schritte nebenan befindliche alte Dorfschule im Blick. Heute ist das Landschulgebäude, das als älteste erhaltene im Land Brandenburg gilt, ebenso saniert wie die Kirche.

In diesem voll besetzten Gotteshaus, darunter auch die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke, erinnerte Pfarrer Berthold Schirge nun einmal mehr an die Legende, die sich um den heiligen Hubertus rankt. Daran, wie er als ungläubiger, wild um sich schießender Mann eines Tages einem Hirsch begegnet sein soll, zwischen dessen Geweihsprossen ein Kreuz leuchtete. Daraufhin habe er den gespannten Bogen wieder gesenkt und wurde bekehrt, das ewige Leben nicht zu vergessen, also nicht nur zum Spaß zu jagen. So wurde der Hirsch mit dem Kreuz zum Symbol für die Heiligkeit allen Lebens, das der Mensch viel zu oft für seine Ziele ausbeutet.

Von Matthias Anke

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