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Ostprignitz-Ruppin Gotteshaus als „Torwächter“ an der B 5
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gotteshaus als „Torwächter“ an der B 5
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00:17 10.10.2016
Ohne Fördermittel sind die Vorhaben an der Segeletzer Kirche nicht umzusetzen. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Segeletz

Wenn das die Hanseaten an der Elbe wüssten... Die „Hamburger Chaussee“, weit weg von Hafen, neuer Oper, Michel und Reeperbahn, ist in Prignitz und Ruppiner Land ein geläufiger Begriff. Wer es genauer nimmt, spricht von der „Berlin-Hamburger“. Und wer das Wegemuseum in Wusterhausen besucht, erfährt ganz viel über die einstige „Reichsstraße 5“, die frühere „Fernverkehrsstraße 5“, die heutige „Bundesstraße 5“. Sie durchschneidet so manchen Ort zwischen zwei Metropolen. Segeletz gehört zu den „Anrainern“. Hier kommt die Trasse einer Kirche so nah wie nirgendwo anders. Stolz steht sie da.

Doch der erste Eindruck täuscht. Selbst, wer sich als Autofahrer an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von Tempo 50 an dieser Stelle hält, kann kaum erkennen, dass das höchste Haus des Dorfes dringend baulichen Beistand braucht. Das gilt auch für innen. Beides – die exponierte Lage und der zunehmende Zerfall – haben in findigen Köpfen eine Projektidee reifen lassen. Und weil die Umsetzung solcher Einfälle immer mit Geld zu tun hat, von dem man wissen muss, wo es herkommen könnte, sind Spezialisten mit Spürnasen gefragt.

Pilgerherberge in Barsikow

Barbara Linke aus Barsikow gehört dazu. Sie hat mit einem Förderverein geschafft, in ihrem Wohnort das Gotteshaus zu sanieren. Das wäre nicht gelungen ohne eine pfiffige Idee, die bei der Regionalentwicklung Ostprignitz-Ruppin als förderfähiges „landtouristisches Angebot“ beziehungsweise „touristische Infrastrukturmaßnahme“ anerkannt worden wäre. In Barsikow war es das Einrichten einer Pilgerherberge.

Die Art und Weise des Herangehens liefert das Beispiel für die Nachbarn in Sege­letz. Hier soll die Kirche mit einer Ausstellung und einem Informationszentrum solch eine Attraktivität erlangen, dass Durchreisende den Besuch einer ganzen Region als lohnenswert empfinden. Segeletz als Tor zum Dosse-Seen-Land darzustellen, könnte das Gerüst sein für die Restaurierung des Gotteshauses. Es würde sich als Vorposten des Wusterhausener Wegemuseums erweisen, wäre zudem ein Ort für einen Pausenstopp mit ausreichend Parkmöglichkeiten und Wissensvermittlung.

Ausstellung über die Bundesstraße 5 geplant

Die angedachte Ausstellung soll hauptsächlich die B 5 thematisieren – mit einem Knüller. Ihn machen die Meilensteine als Vorläufer der heutigen Verkehrsbeschilderung aus. Der Verein „Forschungsgruppe Meilensteine“ und der Landesbetrieb Straßenwesen haben Exponate zusammengestellt, die als dauerhafte Schau – betreut und ergänzt vom Wegemuseum – der Öffentlichkeit gezeigt werden könnte. Ausstellungsbesucher erhalten neben Informationen zur Mobilitätsgeschichte auch Interessantes zum Wirken der dörflichen evangelischen Glaubensgemeinschaft. Infotafeln weisen außerdem auf die Altstädte in Kyritz und Wusterhausen hin, auf Radfahrrouten, die Kyritzer Seenkette, den Pilgerweg Berlin–Bad Wilsnack und den Gestütsweg Neustadt (Dosse)– Redefin. Im Angebot ist ein digitaler Infopunkt mit freiem WLAN.

Das alles ist noch Zukunftsmusik, aber nicht unrealistisch, wenn für die Sanierung des Denkmals Fördermittel aus dem europäischen Leader-Programm fließen. Die Regionalentwicklung OPR ist die lokale Leader-Aktionsgruppe, also eine Art Mittlerin. Benötigt werden nach aktuellen Berechnungen 417 000 Euro. Davon sollte die Kirche 106 000 Euro als Eigenmittel aufbringen. Barbara Linke hat das Projekt gemeinsam mit der Wusterhausener Museumsleiterin Katharina Zimmermann erarbeitet. Was die Realisierung angeht, sind beide Frauen optimistisch.

Von Wolfgang Hörmann

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