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Grabower Hallendach wird endlich repariert

Einsatz in der Höhe Grabower Hallendach wird endlich repariert

Seit Oktober ist das Vereins-, Freizeit- und Kulturzentrum in Grabow gesperrt, weil die zwölf Jahre alten Dachplatten durchgerostet sind. Am Montag hat die Reparatur des Hallendaches begonnen. Die Gemeinde Heiligengrabe muss dafür 96 000 Euro bezahlen. Beim Einsatz gelten hohe Sicherheitsbestimmungen für die Arbeiter.

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Der Kran mit einer Hakenhöhe von 32 Metern fährt die erste Dachplatte gen Boden.

Quelle: Christamaria Ruch

Grabow. Steter Tropfen höhlt nicht nur den Stein. Auch das Hauptdach vom Vereins-, Freizeit- und Kulturzentrum in Grabow ist davon in Mitleidenschaft gezogen. Korrosionsschäden an den Stahlblechplatten vom Dach führten zu eindringendem Wasser. Dies durchsetzte die darunterliegende Mineralwolle und lief dann in den nicht korrekt hergestellten Traufbereich. 96 000 Euro stellt die Gemeinde Heiligengrabe nun für die Reparatur bereit. Der Hallenbetrieb ruht seit Anfang Oktober.

Seit Montag ist das Gebäude fest in der Hand der Dachdeckerfirma Brigzinsky aus Wittstock. Bereits Ende Oktober erhielt das Unternehmen den Zuschlag für die Arbeiten. Bei einer außerplanmäßigen Sitzung stimmten die Gemeindevertreter der Kostenhöhe zu. Seit einem Jahr ist das Problem des undichten und nur zwölf Jahre alten Daches der Gemeinde bekannt – aber wie schnell sich der Schaden ausbreitet, kam erst im Laufe dieses Jahres zum Vorschein. Als Ursache für das eindringende Wasser gelten laut Bauleiter Mario Tiede Materialmängel: „Die alten Dachplatten sind verzinkt und beschichtet, aber von minderer Qualität.“ Die sogenannten Sandwichelemente bestehen aus einer Ober- und Unterseite Stahlblech und dazwischen befindet sich eine integrierte Mineralfaserschicht. „Die Holzkon-struktion vom Dach ist aber in Ordnung“, so Mario Tiede. Auf jeder Dachseite befinden sich 37 Platten mit einem Meter Breite und neun Metern Länge. Alle werden nun ausgetauscht.

Die Platten werden nach und nach vom Dach genommen

Die größte Herausforderung dieser Baustelle: Die Platten werden schrittweise vom Dach heruntergenommen und im selben Zuge die neuen Elemente verlegt. „Traglast und Belastbarkeit der Tragschale vom Dach müssen beachtet werden“, sagt Mario Tiede. Die neuen Elemente sind jeweils 80 Zentimeter breit und werden im Steckbausystem zusammengesetzt. Zwischen der Ober- und Unterseite der Trapezbleche fügen die Bauarbeiter eine Mineralfaserschicht ein. Der winddichte Anschluss aller Platten muss ebenso gewährt sein. Diese schrittweise Vorgehensweise soll vermeiden, dass während der Bauphase Regen und andere Witterungseinflüsse den Innenraum schädigen. Dieser ist mit Bautenschutzmatten ausgelegt, um auch den Fußboden zu schützen. Die Halle ist von innen abgenetzt.

Wegen der Nebendächer kann die Rüstung nicht komplett um das Gebäude gestellt werden. Eine 1,1 Meter hohe Flachdachrüstung sorgt für zusätzlichen Fallschutz. Zum Arbeitsschutz gehört dort auch, „dass die Bauarbeiter mit einer mobilen Absturzsicherung ausgestattet sind“, erläutert der Bauleiter. Will heißen: Sogenannte Sekopoints mit einer Eigenlast von 500 Kilogramm befinden sich als Basis auf dem Dach. Daran befestigen die Dachdecker ihre Sicherheitsseile, auch Fallstopps genannt. Nun laufen sie langsam über das Dach. Wie beim Autogurt stoppt das Seil, wenn die Männer ruckartige Bewegungen ausführen.

Unterdessen treten die ersten Dachplatten ihre Talfahrt an. Der Baukran mit einer maximalen Hakenhöhe von 32 Metern schwenkt die Platten aus sieben Metern Höhe nach unten. Dort werden die Korrosionsschäden noch deutlicher sichtbar. „Wir hoffen, dass wir in vier Wochen mit den Arbeiten durch sind“, sagt die Baumamtsleiterin Andrea Asse auf Nachfrage der MAZ. Dabei schränkt sie ein: „Das ist nur vage formuliert, denn wenn Wind, Regen und Frost einsetzen, verzögert sich alles.“ Dies bestätigt auch der Bauleiter. Wichtig ist zunächst, dass das Dach wieder dicht wird.

Von Christamaria Ruch

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