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Ostprignitz-Ruppin Grabstein der Domina Louise von Zenge enthüllt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Grabstein der Domina Louise von Zenge enthüllt
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00:17 15.03.2017
Feierliche Enthüllung: Ingrid Röse-ler, Matthias Chronz, Hans-Jochen Marquardt (v. l.) Quelle: Regine Buddeke
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Lindow

Zugegeben – die Inschrift kann man nicht wirklich lesen. Deswegen hat sich Ingrid Röseler, Mitglied des Stiftskapitels, auch der Mühe unterzogen, eine Extra-Infotafel mit dem ursprünglichen Text am Grabstein anzubringen. Es ist der der Louise von Zenge, die von 1846 bis 1853 Domina im Klosterstift Lindow war. „Wir haben überlegt, ob wir die gemeißelte Schrift mit Grabsteinfarbe nachziehen“, so Röseler, die in Lindow als Klosterführerin bekannt ist. „Wir wollten aber nichts anbringen, was nicht auch ursprünglich im Originalzustand da war.“ Insofern müsse man eben mit den Spuren leben, die der Zahn der Zeit genagt hätte – für die Besucher, die am Sonnabend zur Enthüllung gekommen sind, ist das kein Thema.

Die Berliner Denkmalschutzfirma Opus arbeitet seit rund einem Jahr auf dem Klostergelände – sie hat schon einige der Grabsteine wieder aufgehübscht. „Irgendwann hat mir Herr Borgmann eine Platte gezeigt und gefragt, ob man da etwas machen könne“, erinnert sich Opus-Geschäftsführer Matthias Chronz. „Wir waren dann alle überrascht, dass innerhalb so kurzer Zeit so etwas Schönes entstehen kann.“ Das sei indes nicht leicht gewesen: Die enge Zuwegung zwischen den Bäumen wäre für das schwere Gerät der Steinmetze nicht immer leicht zugänglich gewesen. „Sie haben die Reinigung gratis übernommen“, freut sich Stiftskapitelvorsitzender Horst Borgmann.

Ihre Schwester Wilhelmine war die Verlobte von Heinrich von Kleist

Das Leben der Louise von Zenge ist nicht völlig erforscht: Fakt ist jedoch, dass ihre Schwester Wilhelmine die langjährige Verlobte von Heinrich von Kleist war und ebenfalls bis 1803 im Klosterstift lebte. Kleists wegen schlug sie die Dominastelle aus. Auch wenn sie ihn dann doch nicht heiratete. „Louise jedenfalls verdanken wir es, dass Wilhelmine dessen Briefe nicht verbrannte“, erzählt Kleist-Forscher Hans-Jochen Marquardt den Besuchern und verriet, dass Kleist Louise seine „goldene Schwester“ nannte. Dass er sie liebte, sei indes nur ein Gerücht.

Von Regine Buddeke

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