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Granzowern schlägt die Stunde wieder

Kirch- und Dorffest in Granzow Granzowern schlägt die Stunde wieder

Zum 100. Geburtstag der Uhr am Granzower Kirchturm wurde sie saniert und die Bewohner feierten am Sonnabend auf dem Sportplatz ein Kirch- und Dorffest. Zunächst fand jedoch der Gottesdienst zu Ehren der Hundertjährigen in der Kirche statt. Danach traf man sich zum bunten Programm auf dem neu gestalteten Sportplatz.

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Der Tanzkreis 50 Plus aus Vehlow eröffnete nach dem Gottesdienst das Festprogramm auf dem Sportplatz von Granzow.

Quelle: Sandra Bels

Granzow. Lange Zeit war die Kirchturmuhr in Granzow still. Sie funktionierte nur, wenn sie aufgezogen wurde. Das ist nun vorbei. „Jetzt schlägt sie wieder die Stunde“, sagte Pfarrer Hans-Georg Scharnbeck am Samstagnachmittag beim Gottesdienst zu Ehren der Hundertjährigen. Die Uhr wurde zu ihrem Jubiläum rundum erneuert, bekam ein neues Zifferblatt und ein neues Uhrwerk.

Scharnbeck erinnerte daran, dass sich die Granzower viele Jahrzehnte nach ihr richteten, nachdem sie vor 100 Jahren am Kirchturm angebaut worden war. „Der Glockenschlag rief die Menschen morgens zur Arbeit aufs Feld, läutete die Mittagspause ein und den Feierabend“, so der Pfarrer. Der Schlag strukturierte aber nicht nur den Tag der Granzower. „Er rief sie auch zum Gebet, zur Besinnung und zum Innehalten“, so Scharnbeck. Für ihn sind Uhren nicht nur ein Mittel zur Orientierung, sondern auch die Erinnerung daran, dass alle Zeit geschenkte Zeit ist.

„Möglich wurde die Sanierung der Uhr nur mit Spenden“, so die Vorsitzende des Gemeindekirchenrats Karin Pein. Sie dankt allen, die sich an der Finanzierung beteiligt haben. Eine Großspenderin möchte sie dabei keinesfalls vergessen. „Sie will ihren Namen aber nicht öffentlich genannt haben“, so Karin Pein.

Musik nach dem Gottesdienst

Nach dem Gottesdienst mit Musik von Gabriele Eggert aus Klein Schönhagen und der Band „Georgia and the lost Sons“ ging die Jubiläumsfeier auf dem Sportplatz weiter. „Zu Ehren der Kirchturmuhr haben wir das Kirch- und das Dorffest zusammengelegt“, so Ortsvorsteher Mike Günther. Zu Feiern gab es für ihn aber nicht nur die Kirchturmuhr. „Auch der Zusammenhalt im Ort ist gestärkt worden, seitdem wir zusammen den Sportplatz wieder auf Vordermann gebracht haben“, sagt er. Ein neues Volleyballfeld und ein Carport als Wetterschutz wurden gebaut. Wenn Günther „wir“ sagt, dann meint er die Granzower, die sich an den Arbeiten beteiligt hatten.

Ihnen zu Ehren gab es Salutschüsse von den Schützen aus Kyritz. Ortsbeiratsmitglied Werner Konitz, der dort Mitglied ist, organisierte es. Zum Programm gehörten auch Wettbewerbe im Volleyball, Würfeln sowie Darts und Bierglasschieben. Für das leibliche Wohl der Gäste wurde mit Deftigem und Kuchen gesorgt. Der Tanzkreis 50 Plus ließ sich von den Regenschauern des Nachmittags, denen aber sofort wieder Sonnenschein folgte, nicht beeindrucken und zeigte sein Programm. Die Band „Georgia and the lost Sons“, zu der Kollegen von Ortsvorsteher Mike Günther gehören, gab auf dem Sportplatz noch ein Ständchen für die Kirch- und Dorffestgäste.

Von Sandra Bels

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