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Ostprignitz-Ruppin Gröpler-Brötchen gehen auch ins Ausland
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gröpler-Brötchen gehen auch ins Ausland
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19:09 29.12.2017
Lydia und Armin Gröpler gehen in Ruhestand. Ihre weit über die Region begehrten Brötchen soll es aber weiterhin geben. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Mit dem Jahreswechsel geht eine Ära in Neuruppin zu Ende: Denn Armin Gröpler (66) und seine Frau Lydia (65) gehen in den Ruhestand. Vor allem die Brötchen der Bäckerei Gröpler in der Seestraße sind weit über die Grenzen der Region bekannt und begehrt. Regelmäßig werden einige zu Auswanderern nach Irland und Spanien geschickt, die auch nach dem Abschied aus ihrer Heimat die Gröpler-Brötchen nicht missen wollen. Selbst die Gattin des Schriftstellers Günter Grass wünschte sich „die Knüppel“ von Gröpler aus Neuruppin, nachdem sie diese bei einer Lesung ihres Mannes in der Fontane­stadt probiert hatte.

Wirklich nur Mehl, Wasser und Hefe?

Die Bäcker freut das natürlich, wenngleich Armin Gröpler beteuert, dass er für seine Brötchen eigentlich nichts Besonderes verwendet. „Das sind alte deutsche Brötchen. Wichtig sind Mehl, Wasser und Hefe.“ Möglicherweise gibt es eine spezielle Form der Zubereitung und vielleicht auch noch eine besondere Zutat, damit ihre Brötchen nicht so luftig sind wie andere – aber das verraten Lydia und Armin Gröpler nicht. Sie haben sich bei einem sogenannten Bäckervergnügen in Flecken Zechlin kennengelernt. Für Lydia war eigentlich schon immer klar, dass sie Bäckerin wird. „Unsere Familie hat selbst eine Bäckerei gehabt“, sagt sie.

Bei Armin Gröpler sah das etwas anders aus. Zwar besaßen seine Eltern auch eine Bäckerei, und zwar die in der Seestraße, die sie bereits von ihren Eltern übernommen hatten. Dennoch schwankte Armin Gröpler zunächst, als er mit 14 Jahren die Schule verließ und sich entscheiden musste. Lokomotivführer oder Bäcker. Sein Großvater stellte ihn vor die Wahl – und Armin Gröpler erlernte den Bäckerberuf.

Bei Dresden auch das Stollenbacken gelernt

Auf Schloss Helmsdorf bei Dresden legte er seine Meisterprüfung ab. „Dort war damals die Meisterschule für die Bäcker.“ Die angehenden Meister arbeiteten jeden Tag in einer anderen Bäckerei in einem der umliegenden Dörfer. Auf diese Weise hat Gröpler damals auch das Stollenbacken gelernt.

Als Ausgleich zu seiner Arbeit als Bäcker hat der Neuruppiner viel Sport getrieben. Er hat früher Fußball, Handball und Badminton gespielt und sogar einige Zeit bei SV 90 Fehrbellin gekegelt. „Ich musste viel unter Leuten sein.“ Lange feiern war aber kaum möglich. Nachts um 1.30 Uhr war Aufstehen angesagt. Den Teig machen, ihn dann 15 Minuten ruhen lassen, danach den Teig aufmachen und danach wieder 15 bis 20 Minuten ruhen lassen ...

Dank für ehrliches, soziales Engagement

Trotz dieses für die meisten ungewöhnlichen Tagesablaufes haben Lydia und Armin Gröpler nie gezögert, wenn sie mal um Hilfe gefragt wurden – sei es von Fußballvereinen oder von der Schachabteilung des Märkischen Sportvereins (MSV) und später der der Turn- und Sportgemeinschaft Neuruppin. „Familie Gröpler steht für ehrliches, soziales Engagement“, betont TSG-Vize Karsten Neumann und erinnert allein daran, dass die Bäckerei jahrelang die Schulschachveranstaltungen des Landes im Neuruppiner Stadtgarten unterstützte und die stets mehr als 200 Kinder mit Brötchen versorgte.

Die begehrten „Knüppel“ wird es wohl auch im nächsten Jahr weiter in der Neuruppiner Seestraße geben. Denn Sohn Adrian übernimmt die Bäckerei, in der er bereits seit 1995 arbeitet, während die Tochter in einem Supermarkt tätig ist. Lydia und Armin Gröpler freuen sich schon auf ihren Ruhestand. „Langeweile kommt nicht uff“, versichert Armin Gröpler. Im Haus sei einiges zu tun, und einen Garten gebe es ja auch noch.

Die Knüppel der Bäckerei Gröpler sind besonders begehrt, und auch als Schrippen bekannt. Quelle: Peter Geisler

Von Andreas Vogel

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