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Ostprignitz-Ruppin Groschengrab Heinrichsfelde
Lokales Ostprignitz-Ruppin Groschengrab Heinrichsfelde
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00:17 30.01.2016
Die Unternehmen rund um den Heinrichsfelder Flugplatz sind für Kyritz längst zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden. Quelle: Beckmann
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Heinrichsfelde

Starts und Landungen bei jeder sich bietenden Gelegenheit, Flugzeugwerft, Agrarflugmuseum, Flugschulen, Segelflugverein und so weiter. Von Grabesstille kann auf dem Heinrichsfelder Verkehrslandeplatz sicherlich keine Rede sein. Aber so etwas wie ein Groschengrab ist er für Kyritz trotzdem.

Laut Haushaltsplan rechnet die Stadt in diesem Jahr mit Einnahmen von 539 300 Euro – aus Mieten und Pachten für die kommunalen Anlagen, aus dem Verkauf von Flugbenzin und aus den Gebühren für Starts und Landungen. Doch der Aufwand für den Betrieb des Flugplatzes ist deutlich höher. Die Stadt erwartet für 2016 Ausgaben von 667 600 Euro. Das bedeutet ein Minus von fast 130 000 Euro.

Im Grunde geht das schon seit Jahrzehnten so. Das Defizit war auch mal niedriger, doch schwarze Zahlen hat die Kommune mit der Anlage nie geschrieben. Im Grunde geht es Kyritz vor allem darum, das Minus in vertretbarem Rahmen zu halten. Anläufe dazu gab es schon einige. So war der Verkehrslandeplatz bis Anfang der 2000er Jahre eine eigenständige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). „Die mussten wir auflösen, weil der Zuschussbedarf zu hoch war“, berichtet die Wirtschaftsförderin der Stadt Marlies Ferner. Doch der Handlungsdruck blieb. „So ein Flugplatz ist für uns als Verwaltung schwer zu handhaben.“ Die Verwaltung kann viele Dinge nicht eigenständig regeln, sondern braucht dazu das Votum der Stadtverordneten. Ein Beispiel ist die Flugplatzentgeltregelung. Deren Anpassung vor gut einem Jahr brauchte Monate für den Weg durch alle Gremien. „Das ist für ein eigentlich privatwirtschaftlich zu betreibendes Unternehmen nachteilig“, schätzt auch Marlies Ferner ein. Über die Jahre hat sich zudem einiges an Instandhaltungs- und Modernisierungsbedarf auf dem Flugplatz angesammelt. „Da müssen wir handeln.“

Anfang Januar haben Mitarbeiter der Technischen Universität Wildau im Auftrag der Stadt damit begonnen, nach anderen, weniger defizitären Betreiberkonzepten zu suchen. Mit den Experten für Luftverkehr hatte Kyritz schon vor einigen Jahren zusammengearbeitet. „Sie werden für uns verschiedene Varianten erarbeiten, wie das alles künftig wirtschaftlich sinnvoller und tragfähiger aussehen kann“, hofft Marlies Ferner. „Vor allem geht es darum, dass wir den Flugplatz erhalten wollen und dass sich die Bedingungen für die dort ansässigen Unternehmen nicht verschlechtern.“

Vor einer Woche waren die Wildauer Fachleute für erste Gespräche in Kyritz. Eine Menge Daten sind zu sichten: Bilanzen, Nutzerzahlen, Personalkosten, Nutzung der Immobilien. Davon wird das weitere Vorgehen abhängen. Weitere Besuche sind geplant.

„Was wir uns vorstellen können, ist eine vertraglich geregelte Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und Unternehmen beim Flugplatzbetrieb“, sagt Marlies Ferner. „Klar ist, dass man da die Unternehmen einbezieht, die sowieso ein wirtschaftliches Interesse am Betrieb haben.“ Vielleicht lasse sich so mehr Wirtschaftlichkeit erreichen. „Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass wir mit so einem Betreiberkonzept eher Aussicht auf eine öffentliche Förderung auch für privates Engagement haben.“

Allzu lange will Kyritz mit Schritten in diese Richtung nicht mehr warten. „Spätestens im Herbst sollten konkrete Vorschläge aus Wildau zur Diskussion vorliegen“, sagt die Wirtschaftsförderin. Dessen ungeachtet werde sie sich weiter um die Vermarktung des stadteigenen Flugplatzes bemühen. „Wir werden auch dieses Jahr wieder zur ,Aero’ fahren.“ Bei der Luftfahrtmesse im April in Friedrichshafen will Kyritz sowohl für wirtschaftliches als auch für touristisches Engagement in Heinrichsfelde werben. „Wir arbeiten da eng mit den Firmen auf dem Flugplatz zusammen.“

Von Alexander Beckmann

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