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Ostprignitz-Ruppin Groß Haßlows größter Arbeitgeber
Lokales Ostprignitz-Ruppin Groß Haßlows größter Arbeitgeber
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00:18 02.04.2016
Uckermärker Mutterkuhherde in Groß Hasslow. Quelle: Claudia Bihler
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Groß Hasslow

Kaum nähert sich Karl Gärtner dem Weidezaun, kommt die Herde auch schon neugierig näher: „Schauen sie mal, was für prachtvolle Tiere“, sagt der Chef der Groß Haßlower Agroholding. Seit einigen Jahren verwendet der Betrieb nur noch Uckermärker Kühe für seine Mutterkuhzüchtungen – von denen insgesamt 250 gehalten werden. Die flauschigen, gemütvollen Tiere sind Gärtners ganzer Stolz – und die Zuchterfolge ebenso. Einige von ihnen tragen noch wehrhafte Hörner, doch bei den meisten sind nur noch kleine Höcker am Kopf vorhanden: „Da wir die Hörner ja nicht kappen dürfen, ist die Züchtung auf Hornlosigkeit sehr wichtig“, erklärt Gärtner. Sowohl der Tierarzt wie auch die Mitarbeiter wissen die Eigenschaft vermutlich zu schätzen – die Verletzungen, die Mutterkühe ihren Versorgern beibringen können, sind mehr als schmerzhaft.

Die Züchtung von Biorindern wie die der Herde von Groß Haßlow ist nur ein Geschäftsbereich der Holding, die sich ursprünglich einmal aus der ehemaligen LPG im Dorf entwickelt hat. Die stand schon seit 1983 unter der Leitung von Karl Gärtner, doch die mageren Sandböden mit 18er-Bodenwertzahl sorgten schon damals regelmäßig für Kritik – wegen der schlechten Erträge im Pflanzenbau. Mit der Wende machte der Agrarbetrieb dann aus der Not eine Tugend – und gründete die Ostprignitzer Kiesgrube: „Das war unser Ausgangspunkt dafür, dass wir uns zum Dienstleister entwickelt haben“, sagt Gärtner.

50 bis 60 Mitarbeiter in Groß Haßlow

Inzwischen gehören zur Holding regelmäßig 50 bis 60 Mitarbeiter, die wenigstens – nur noch vier an der Zahl – arbeiten noch in der Landwirtschaft, auch, nachdem der Landwirtschaftsbereich in den vergangenen Jahren weiter dramatisch eingebrochen ist. Angepasst hat sich der Landwirtschaftsbereich, der unter der Leitung von Norbert Anton steht, an die Extensivierung: Neben den Mutterkühen, von denen ein Teil in Bio- ein Teil in konventioneller Art gehalten wird, wird unter anderem Mais angebaut.

Ein guter Teil der Mitarbeiter ist heute im Dienstleistungsbereich unter anderem bei der Baumec beschäftigt, die neben einer Kiesgrube vor allem auch ein Recyclingunternehmen für Baustoffe betreibt.

Das Tätigkeitsspektrum ist vielfältig: und reicht vom Abbruch von Gebäuden und Anlagen und der Aufbreitung der Materialien zur Wiederverwendung, über den Handel und Transport von Baustoffen mit den firmeneigenen Lkw.

Arbeitsplätze spielen in Groß Haßlow die wichtigste Rolle

Dazu kommt eine Baumaschinenvermietung und eine Werkstatt für Landmaschinen. Ursprünglich hatte es am Standort sogar eine Vertretung des Landmaschinenherstellers Claas gegeben, doch der hat inzwischen in Heiligengrabe ein eigenes Firmengelände bebaut.

„Reich wird man im Dienstleistungsbereich nicht“, sagt Gärtner, „aber darum ist es mir auch nie gegangen. Wir beschäftigen zwar viele Leute, aber die Erträge sind eben nicht besonders hoch. Wir haben immer auch die soziale Komponente im Hinterkopf. Mir ging es immer auch um die Arbeitsplätze.“

Von Claudia Bihler

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