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Ostprignitz-Ruppin Große Kunstschau aus Schweden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Große Kunstschau aus Schweden
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00:17 28.09.2016
Im Gespräch: Ilse-Marie Hattenhauer (l.) aus Mariefred mit Bürgermeister Jan-Pieter Rau (3.v.l.) und Museumschef Peter Böthig. Quelle: Regine Buddeke
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Rheinsberg

Eine wildwuchernde Dschungelcollage mit Papagei und Tempeltänzerin, ein in wenigen Strichen getuschter Klaus Kinski, das zarte Aquarell einer Winterlandschaft, der King of Pop als Ölbild, ein brennender Luxusschlitten, Akte in Landschaften, eine Fotoserie, deren Tristesse durch eine wiederkehrende rote Weihnachtsmannmütze eher verstärkt als belebt wird. Aufwändige Holz-Ikonen – in Öl auf Blattgold gemalt – bringen eine mittelalterliche Note in die sonst moderne Ausstellung. Und einige Motive von Schloss Gripsholm geben einen Hinweis, wer hier ausstellt: die schwedische Künstler-Akademie der Stadt Strängnäs, zu dessen Gemeinde auch Rheinsbergs Partnerstadt Mariefred gehört, ist mit Werken von 27 ihrer Mitglieder derzeit in der Rheinsberger Remise zu sehen. Zur Vernissage am Sonnabend kamen etwa 20 Interessierte.

Die Zusammenarbeit der Partnerstädte – auch im künstlerischen Bereich – hat schon eine lange Tradition, beschreibt es Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau in seiner Eröffnungsrede. 1999 haben Rheinsberger Künstler in Marie-fred ausgestellt, schon 2000 erfolgte der Gegenbesuch. 2012 beteiligte sich Rheinsberg am Mariefreder Töpfermarkt. Auch die Jugendchöre und Bahnhofsvereine der beiden Städte sind im Kontakt – die Partnerschaft blüht.

Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich allemal

Ilse-Marie Hattenhauer, eine der 50 Akademie-Strängnäs-Mitglieder, ist mit fünf Mitstreitern nach Rheinsberg gereist, um die bunte Schau zu hängen. Das sei schon eine Herausforderung, so viele und so unterschiedliche Werke zu einer runden Ausstellung zu machen. Zumal unter den Künstlern manche Autodidakten, andere Profis sind, die von ihrer Kunst leben. Herausgekommen ist eine Schau, deren Besuch allemal lohnt: „Es ist wirklich für jeden etwas dabei“, lobt der Bürgermeister.

Und schon nach der ersten Stunde sind zwei der Bilder verkauft. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, beschreibt es Hartmut Richter, der sich gemeinsam mit seiner Frau für eine Landschaft von Susanne Eklund entschieden hat. „Und Grund für uns, mal wieder im Winter nach Schweden zu fahren.“

Tipp: Die Ausstellung ist bis 11. Dezember, täglich ab 10 Uhr, in der Rheinsberger Remise zu sehen. (Ab November nur von Montag bis Sonnabend).

Von Regine Buddeke

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