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Große Party am Kyritzer Mehrgenerationenhaus

10 Jahre Bundesaktionsprogramm Große Party am Kyritzer Mehrgenerationenhaus

Rund um das Kyritzer Mehrgenerationenhaus und damit mal nicht auf dem Marktplatz soll am 20. Mai der diesjährige internationale Familientag in der Knatterstadt gefeiert werden. Ein Anlass ist, dass der Bund vor nunmehr zehn Jahren das Aktionsprogramm für solche Einrichtungen auflegte – wenngleich Kyritz damals nicht zu den ersten gehörte, die zum Zuge kamen.

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Das Kyritzer Mehrgenerationenhaus befindet sich an der Perleberger Straße. In Nordwestbrandenburg gibt es vier solcher Einrichtungen.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Das diesjährige Fest anlässlich des internationalen Familientages wird in Kyritz ausnahmsweise nicht auf dem Marktplatz stattfinden. Gefeiert wird am Freitag, 20. Mai, dafür rund um das Kyritzer Mehrgenerationenhaus an der Perleberger Straße. Grund: Der Anfang für diese Einrichtung wurde vor nunmehr zehn Jahren gemacht. Das Familienfest wird damit zu einer großen Party für zehn Jahre Aktionsprogramm der Mehrgenerationenhäuser, aber auch zehn Jahre lokales Bündnis für Familie.

„Ab 13 Uhr gibt es einen kleinen festlichen Empfang. Die Feier zum Familientag beginnt dann um 14 Uhr“, informiert Veronika Lausch aus dem Rathaus. Zu ihrem Verwaltungsbereich innerhalb der Stadtverwaltung gehört das Mehrgenerationenhaus, für das ein Konzept bereits 2006 erarbeitet wurde. Damals standen erstmals Fördermittel vom Bundesfamilienministerium für Mehrgenerationenhäuser in Aussicht. Doch in der ersten Runde wurde Kyritz noch nicht bedacht. Denn gefördert wurde pro Kreis nur ein Objekt, und das wurde zunächst die „Krümelkiste” in Neuruppin.

Neue Förderperiode ab 2017 für alle bisherigen Standorte

In der Stadt Kyritz wurde dennoch am Mehrgenerationenhaus festgehalten, wurden verschiedene Träger und Vereine unter dem Dach des früheren GHG-Gebäudes (Großhandelsgesellschaft) in der Perleberger Straße zusammengeführt. Erst seit Anfang 2008 firmiert das Mehrgenrationenhaus auch offiziell unter diesem Namen. Bundesweit verfügen heute nahezu alle Landkreise und kreisfreien Städte über mindestens ein eigenes solches Objekt.

Wurden den jeweiligen Einrichtungen zunächst für die Dauer von fünf Jahren (2007 bis 2011) 40 000 Euro pro Jahr gewährt, gab es mit dem sogenannten Aktionsprogramm II seit 2012 die Fortsetzung. Von den 40 000 Euro stammen 30 000 Euro vom Bund, 10 000 Euro muss jeweils die Kommune beisteuern. Doch wie es weitergeht, war zuletzt nach einer Programmverlängerung unklar. Anfang dieses Jahres aber folgte die gute Nachricht nicht allein für Kyritz, sondern in Nordwestbrandenburg auch für Neuruppin, Wittenberge und Perleberg: Der Bund legt ein neues Programm zur Förderung von Mehrgenerationenhäusern auf. Es schließt im kommenden Jahr 2017 an das Ende der aktuellen Förderperiode an und soll bis 2020 laufen. Die Standorte und Trägerstrukturen sollen erhalten bleiben. Die Förderhöhe bleibt gleich.

Das Haus in Kyritz steht am 20. Mai offen, und es gibt kleine Führungen

Vorausgesetzt wurde dabei stets, dass ein solches Mehrgenerationenhaus Angebote vernetzt und dabei die Gemeinschaft aller Lebensalter fördert. Wie das aussieht, davon kann man sich am 20. Mai überzeugen. „Das Haus steht offen und es gibt kleine Führungen“, sagt Veronika Lausch mit Blick auf das Gebäude, in dem es Angebote gibt für Kinder, Jugendliche, junge Familien, Alleinerziehende, Menschen mit Migrationshintergrund, Erwachsene und Senioren. Schwerpunkte sind die Bereiche Bildung und Beratung, Unterstützung von Familien, Kinder- und Jugendarbeit und Begegnung zwischen Generationen. Zu den Angeboten der ansässigen Vereine gehören unter anderem Nachhilfe, Tanzen, Mutter-Kind-Gruppe, Familienfrühstück, Töpfern und Theater. Die Malgruppe „Montagsmaler“ und der Freundeskreis der Plattdeutschen treffen sich dort.

Darüber hinaus ist für den 20. Mai ein buntes Programm vorbereitet mit der in Kyritz nahezu schon traditionellen Babybegrüßung, mit Clownerie, Hüpfburg, Feuerwehr, Polizei, Volleyball, Kegeln, Malwettbewerb, Wissensquiz, Kinderschminken und jeder Menge anderem Spiel und Spaß.

Von Matthias Anke

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