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Große Schwimmfete in Neuruppin

Wettkampf und Familienfest Große Schwimmfete in Neuruppin

Eine Schwimmfete für Groß und Klein ist am Sonnabend am Bollwerk in Neuruppin gefeiert worden. Neben dem Langstreckenschwimmen mit Startern aus ganz Deutschland gab es dort ein Familienfest. Kinder drehten am Glücksrad oder ließen sich schminken.

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Auf geht’s nach Alt Ruppin. Der Startschuss ist gefallen. Quelle: Cornelia Felsch

Neuruppin. Starker Gegenwind und die ersten Regentropfen begrüßen die elf  Schwimmer an der Badestelle zwischen Altfriesack und Wustrau. Es scheint, als würde sich die Natur noch einmal aufbäumen, um die Menschen von ihrem Vorhaben abzubringen, sich über 15 Kilometer durch den Ruppiner See zu kämpfen.

Die Neuruppiner Wasserwacht lud am Sonnabend zur 15. Auflage des traditionellen Langstreckenschwimmens ein. Als Novum wurde der Wettkampf in diesem Jahr mit einem Familienfest am Neuruppiner Bollwerk verbunden, das von der Märkischen Allgemeinen Zeitung, der Raiffeisenbank Ostprignitz-Ruppin, dem Neuruppiner Stadtmarketing und dem DRK-Kreisverband Ostprignitz-Ruppin organisiert wurde. Während die Schwimmer aus der gesamten Bundesrepublik und dem Ausland über 15, zehn, fünf und einen Kilometer ins Rennen gingen, konnten am Land Kinder und Eltern am Glücksrad drehen, Blutdruck messen lassen oder sich in ein Schminkstudio begeben.

Glücksraddrehen  am Stand der Märkischen Allgemeinen Zeitung

Glücksraddrehen am Stand der Märkischen Allgemeinen Zeitung.

Quelle: Cornelia Felsch

Noch warten die 15-Kilometer-Schwimmer auf das Startsignal, einige zwängen sich in den Neoprenanzug und schauen sich noch einmal die Route auf der Karte an. Franziska Schwarzkopf, eine der zwei Frauen im Team, ist aus Kiel angereist. Sie ist zum dritten Mal dabei. Die 31-Jährige, die bereits in Nord- und Ostsee gekrault ist, blickt dem Ereignis gelassen entgegen. Auch in den vergangenen Tagen hat sie die Ruhe bewahrt, sich entspannt und am Wettkampftag ausnahmsweise gefrühstückt. „Frühstück gibt es bei mir sonst nicht“, sagt sie.

Noch fünf Sekunden bis zum Start – 4-3-2-1 – die Schwimmer stürzen sich in die Fluten. Vorbei an Karwe, Seehof, Gnewikow kämpfen sie sich durch den Ruppiner See, Richtung Norden; nur ausgerüstet mit einem Transponder am Armgelenk, mit dem die elektronische Zeitnahme erfolgt. Sobald der erste Schwimmer Gnewikow erreicht, startet dort das nächste Team, die Gruppe der Zehn-Kilometer-Schwimmer.

Stephan Herting  schaffte  die 5 Kilometer als Erster

Stephan Herting schaffte die 5 Kilometer als Erster.

Quelle: Cornelia Felsch

Punkt 12 Uhr gibt Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde am Bollwerk den Startschuss für die Fünf-Kilometer-Wettkämpfer. 32 Schwimmer kraulen Richtung Alt Ruppin bis zur Badestelle. Zur Vorbereitung auf den Start am Bollwerk hat die Neuruppiner Wasserwacht den Bereich nach gefährlichem Müll absuchen lassen, damit die Schwimmer gefahrlos ins Wasser gehen können. Scherben gab es dennoch, so dass eine Schwimmerin vor dem Start verarztet werden musste.

Die mittlere Wassertemperatur liegt bei 23 Grad Celsius, doch die herrscht nicht überall. In manchen Bereichen des Sees werden die Schwimmer von wesentlich kälterem Wasser überrascht. Nach einer Stunde und acht Minuten hat Stephan Herting vom Teamwork Berlin als erster Fünf-Kilometer-Schwimmer den Badestrand in Alt Ruppin erreicht. Er ist mit Flossen geschwommen. „Das macht bei dieser Distanz schon drei bis vier Minuten aus“, sagt er. Die Orientierung nicht zu verlieren, war für ihn das Ausschlaggebende. „Es ist wichtig, dass man sich die Strecke vorher möglichst genau einprägt, sonst verliert man unnötig viel Zeit. Man sollte schon den kürzesten Weg finden.“ Für den Berliner Beamten ist das Schwimmen körperlicher Ausgleich. Im Sommer trainiert er im Tegeler See, im Winter im Schwimmbad.

Im vergangenen Jahr hat er beim Langstreckenschwimmen  die 15 Kilometer absolviert. Von dem Neuruppiner Wettkampf ist er begeistert. „Es ist ein sehr familiärer Wettkampf. Die Leute geben sich sehr viel Mühe. Jeder kann entspannt schwimmen, wie er möchte.“ Dass er vor dem 23-jährigen Björn Ludwig das Ziel erreicht hat, freut den 49-Jährigen besonders. „Er könnte ja mein Sohn sein.“

74 Schwimmer gingen beim  Langstreckenschwimmen an den Start. Um 16 Uhr wurden die Erstplatzierten am Bollwerk geehrt. Die Sieger nahmen die Glückwünsche des Geschäftsführers vom MAZ-Regionalverlag Prignitz-Ruppin, Christian Koletzki, entgegen und konnten sich über einen gefüllten Rucksack freuen.

Von Cornelia Felsch

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