Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Große Unruhe in der Residenz am Sonnenufer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Große Unruhe in der Residenz am Sonnenufer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 23.11.2017
Vor fast genau einem Jahr starb bei einem Brand in der Neuruppiner Seniorenresidenz eine 95-jährige Mieterin. Quelle: Andreas Vogel
Anzeige
Neuruppin

Die Gerüchteküche brodelt. Demnach sollen am Dienstagnachmittag die Mieter der Neuruppiner Seniorenresidenz am Sonnenufer darüber informiert werden, dass sie aus dem Haus wieder ausziehen und sich eine neue Bleibe suchen müssen – weil der Vermieter nicht bereit sei, die Brandschutzauflagen des Landkreises zu erfüllen.

„Das ist alles Quatsch“

„Das ist alles Quatsch“, wehrte am Montag Eigentümer Rüdiger Wölk-Wurow die Gerüchte ab. Demnach ist er weiterhin bereit, die Auflagen zu erfüllen. „Das Brandschutzkonzept ist fertig und geht jetzt an den Landkreis.“ So sollen Brandschutztüren eingebaut und ein spezieller Raum geschaffen werden, in dem bei einem Feuer Bewohner ungefährdet warten können, bis Hilfe kommt. Wölk-Wurow rechnet damit, dass der Landkreis bis Ende des Jahres dem Ende Mai neu eingereichten Antrag auf Nutzungsänderung zustimmen wird.

Der Eigentümer bestätigte aber, dass er zwei Mieterinnen, die stark an Demenz erkrankt sind, die Kündigung und die Unterbringung in ein Heim nahegelegt hat. „Für Menschen, die unter starker Demenz leiden, sind wir nicht die richtige Wohnform.“ Das könnte und das wollte diese alternative Wohnform auch nicht leisten. „Wir sind eine Wohngemeinschaft, die von der Gemeinschaft lebt.“ Wer sich nicht einbringen und an der Gemeinschaft teilhaben könne, sei daher eher nicht geeignet.

Kreisverwaltung bestätigt zwei Gerichtsverfahren

Beim Landkreis wollte sich am Montag niemand zu dem Fall äußern. Eylin Roß, die Sprecherin des Kreises, bestätigte lediglich, dass es inzwischen zwei Gerichtsurteile gibt. Denn nachdem die Behörde im März eine Nutzung der Residenz untersagt und eine Frist von zwei Monaten zum Leerziehen der Residenz eingeräumt hatte, hatte sich Wölk-Wurow an das Verwaltungsgericht in Potsdam gewandt. Dieses befand, dass eine Räumungsfrist von zwei Monaten zu kurz sei. Das Oberverwaltungsgericht kassierte dieses Urteil jedoch, so dass in Fällen wie diesen, in denen es um das Leben und die Sicherheit von älteren, teilweise kranken Menschen geht, auch nur eine zweimonatige Frist hinreichend ist.

Die Bauaufsicht des Landkreises hatte sich eingeschaltet, nachdem bei einem Brand im November 2016 eine 95-Jährige in der Residenz ums Leben gekommen war. Dabei fiel auf, dass die Seniorenresidenz als normales Wohnhaus beantragt, genehmigt und 2013 eröffnet worden war. Unterkünfte für Menschen, die sich aufgrund ihres Alters oder körperlicher Gebrechen im Ernstfall nicht selbst aus einem Haus retten können, sind aber sogenannte Sonderbauten, für die erhöhte Anforderungen für die Sicherheit und den Brandschutz gelten.

Das Problem betrifft auch andere Senioren-WG

Das Problem dabei: In den seltensten Fällen kennt die Behörde die Bedingungen in den Unterkünften, weil es sich zumeist um private Verträge zwischen den Mietern und den Anbietern der Wohnungen handelt.

Siegfried Wittkopf vom Heimbeirat der Residenz am Sonnenufer ist indes „ziemlich verärgert“ – nicht nur darüber, dass zwei Mieterinnen gekündigt wurde. Vielmehr glaubt der Neuruppiner, dass es noch weitere Mängel an dem Haus gibt. „Der Bau ist einfach falsch angelegt.“ Wittkopf verweist darauf, dass sich die Terrasse zum Haus hin neigt. Damit fließe regelmäßig Regenwasser ins Bauwerk.

Von Andreas Vogel

Seit Wochen wird er von der Telekom vertröstet. Immer wieder gibt es neue Termine, wann der Telefon- und Internetanschluss des Revierförsters Henry Jantz repariert werden soll. Der Sturm Xavier hat seine Leitung Anfang Oktober zerstört. Damit nicht genug: Vor einigen Tagen hat der Jäger einen ziemlich seltsamen Anruf von der Telekom auf dem Handy bekommen.

23.11.2017

Der Kyritzer Herbert Brandt, der am Dienstag 75 Jahre alt wird, ist seit weit über einem halben Jahrhundert ehrenamtlich für andere da. Vor allem kennt man ihn als Ansprechpartner beim Opferhilfeverein „Weißer Ring“. Angefangen aber hatte alle uneigennützige Wirken einst im Kyritzer Strandbad.

23.11.2017

Um in Wusterhausen neue Bauflächen auszuweisen, soll ein Entwicklungskonzept her, und auch das Sportplatzgelände hat man dabei im Blick. Das aber würde nur funktionieren, wenn woanders eine neue Anlage entsteht.

20.11.2017
Anzeige