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Großer Andrang bei Pflanzenbörse

Menz Großer Andrang bei Pflanzenbörse

Der Andrang nach Gemüsepflanzen in Menz war in diesem Jahr so groß, dass nicht alle Kunden noch etwas abbekamen. Einige mussten enttäuscht nach Hause gehen. Im kommenden Jahr werden die Veranstalter mehr Pflanzen aus Greifenberg mitbringen.

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Christof Blank verkauft in Menz Tomatenpflanzen für den Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen.

Quelle: Cornelia Felsch

Menz. Schon eine Stunde vor Beginn der Tomatenbörse treffen die Kleingärtner mit Kisten und Paletten vor dem Naturparkhaus in Menz ein. „Wir haben versucht, die Leute so lange wie möglich aufzuhalten“, sagt Naturparkleiter Mario Schrumpf leicht verzweifelt. „Schließlich haben wir den offiziellen Start in der Presse für 15 Uhr angekündigt.“ Eine Viertelstunde nach Verkaufsbeginn sind die ersten Pflanzen historischer Gemüsesorten bereits ausverkauft. Christof Blank vom Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg hat alle Hände voll zu tun und muss die teilweise enttäuschten Kunden auf das kommende Jahr vertrösten. Dann wird er ganz sicher mehr Pflanzen mitbringen.

Saatgut historischer Sorten

Paprika, Gurken, Zucchinis, Kürbisse und Tomaten stehen zur Auswahl. Die Pflanzen sind in der Oderberger Gärtnerei Winter herangewachsen. Dorthin liefert der Verein das Saatgut historischer Sorten. Rund 1000 Pflanzen gehen an diesem Nachmittag über den Verkaufstisch. Viele der Käufer kommen seit Jahren zur Tomatenbörse nach Menz, die vor acht Jahren ins Leben gerufen wurde und immer mehr Zuspruch bekommt. „Im nächsten Jahr brauchen wir mindestens die doppelte Menge an Pflanzen“, sagt Mario Schrumpf. „Oder mehr Anbieter.“ Der Naturparkleiter ist selbst ein großer Tomaten-Fan und hat auch gleich ein Rezept parat – eine Suppe aus frischen Tomaten, Hühnerbrühe und Olivenöl, gewürzt mit Knoblauch und frischem Basilikum.

So gewinnt man aus reifen Tomaten Samen

Bereits im März gab es am Naturparkhaus die erste Börse mit Sämereien, nach den Tomatenpflanzen folgen im Herbst die Äpfel. Dann werden auch die Tomaten geerntet. Wie sie einmal aussehen, wenn sie reif sind – ob grün, rot oder schwarz – das können sich die Pflanzenkäufer jetzt nur auf den Schildern ansehen. Doch woran erkennt man, ob eine grüne Tomate reif ist oder nicht? „Sie müssen die Früchte anfassen. Wenn die Tomaten weich sind, dann sind sie reif“, erklärt Christof Blank. „Die grünen Tomaten werden am Stängelansatz etwas gelb.“ Während er die noch verbliebenen Pflanzen verkauft, erklärt er, wie man aus reifen Tomaten Samen gewinnen kann. Die Samen werden bis zum Gären in Wasser gelegt. Unter fließendem Wasser kann die Gallertschicht dann abgespült werden. Anschließend werden die Samen getrocknet.

Von Cornelia Felsch

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