Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Großer Augenblick für junge Sänger
Lokales Ostprignitz-Ruppin Großer Augenblick für junge Sänger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:24 30.12.2015
250 Zuhörer lauschten am Freitag dem Weihnachtsoratorium. Quelle: Peter Geisler
Anzeige
Neuruppin

Die Glocken läuten, die Kerzen brennen, trotz aller Glaubenskrisen erfreut sich das Weihnachtsoratorium ungebrochener Popularität. Auch dort wo die evangelische Kirche seit Jahren unter Mitgliederschwund leidet, strömen die Menschen in die Kirchen, wenn die Chöre laut jubelnd singen „Jauchzet, frohlocket“.

In Neuruppin besuchten am Freitag, dem ersten Weihnachtsfeiertag, rund 250 Menschen den Gottesdienst in der Klosterkirche und auch am Sonnabend und Sonntag war die Kirche gut gefüllt.

Für viele Sänger und Instrumentalisten war es Neuland. Quelle: Peter Geisler

Viele der Besucher kommen, um die Kantaten des Weihnachtsoratoriums zu hören, denn in diesem Jahr erklingt ein Teil des Bach’schen Werkes erstmals in den Gottesdiensten. Die Tatsache, dass der 27. Dezember diesmal ein Sonntag ist, war der Impuls für die Idee des Kantors Matthias Noack, die ersten drei Kantaten des Weihnachtsoratoriums so aufzuführen, wie es Bach seinerzeit tat.

Im ersten Teil des Oratoriums wird die Geburt Jesu dargestellt. Mögen auch viele Kirchenbesucher die Texte als Erinnerung an eine weit zurückliegende, märchenhafte Zeit empfinden, so verdeutlicht Gemeindepädagoge Thomas Klemm-Wollny in seiner Predigt am Freitag, dass die Weihnachtsgeschichte viele aktuelle Bezüge hat. „Gott sei Dank gibt es immer wieder Hoffnungszeichen.“ Thomas Klemm-Wollny erzählt von Konfirmanden, die Geld für Flüchtlinge sammelten. Von den Spenden konnten Deutsch-bücher gekauft und alte Fahrräder aufgearbeitet werden. Kinderchöre gehen zu alten, kranken Menschen und Schüler aus Heiligengrabe unterstützen Menschen in Lateinamerika bei der Wiederanpflanzung von Bäumen. „Gemeinsam der Not begegnen, das braucht Menschen, die liebevoll Verantwortung übernehmen“, sagt Thomas Klemm-Wollny.

Gemeindepädagoge Thomas Klemm-Wollny. Quelle: Peter Geisler

Die Chorsänger der Kantorei singen voller Zuversicht im ersten Choral: „Lasset das Zagen, verbannet die Klage, stimmet voll Jauchzen und Fröhlichkeit an!“ Unter den Sängern und Instrumentalisten, die mit den Kantaten die Festgottesdienste zu einem besonderen Ereignis werden lassen, sind auch zahlreiche Lehrkräfte und Schüler. Die Jüngsten unter ihnen gehören zur Junior-Kantorei. Die 15 Sänger singen im Duett mit dem Bassisten Markus Schütte und übernehmen die Rolle einer Sopranistin. Hell klingen die Stimmen bei dem Choral „Er ist auf Erden kommen arm“ durch die Kirche, nicht nur für die kleinen Sänger war dies ein ganz besonderer Moment. Kantor Matthias Noack, der sechs Wochen mit den Kindern geprobt hat, ist von seinem Sängernachwuchs begeistert. Für die Schüler der 4. bis 7. Klassen, die vorwiegend die Evangelische Schule besuchen, war es das erste Mal, dass sie bei einer Aufführung des Weihnachtsoratoriums mitwirken. Neuland betreten auch viele der älteren Sänger, denn in den vergangenen Jahren hat die Ruppiner Kantorei gemeinsam mit dem Kammerchor der evangelischen Schule zweimal die Kantaten 4 bis 6 aufgeführt.

Viele Mitglieder der Ruppiner Kantorei sangen erstmals die Kantaten 1 bis 3. Zu hören war das nicht, die Zuhörer waren begeistert, auch der Kantor strahlte. Auch er hatte mit der Aufführung des Weihnachtsoratoriums in den Gottesdiensten Neuland betreten.

Von Cornelia Felsch

Der 26. Dezember ist in der Musikakademie Rheinsberg traditionell dem Weihnachtsmärchen vorbehalten. Oft von Grimm, manchmal modern, immer getanzt, sorgt es immer wieder für ein gutgefülltes Haus. Gern gesehen sind die Tänzer aus Neustrelitz. In diesem Jahr brachten sie ihre Version von Schneewittchen auf die Bretter.

28.12.2015
Ostprignitz-Ruppin Blutspende in Neuruppin - Die Spender werden knapp

Viele Patienten sind dringend auf Blutspenden angewiesen, auch zu Weihnachten retten Blutkonserven viele Leben. Alle zwei Jahre bietet der Blutspendedienst des DRK am zweiten Weihnachtsfeiertag in Neuruppin einen besonderen Spendtermin an. Früher war der Termin sehr beliebt, sehr viele Spender kamen. Das war einmal.

30.12.2015
Polizei Ostprignitz-Ruppin: Polizeibericht vom 27. Dezember - Betrunkener übersieht Kreisverkehr

Ein 22-jähriger Golf-Fahrer war am Freitag offenbar so betrunken, dass er den vor ihm liegenden Kreisverkehr nicht mehr erkannte und geradeaus weiterfuhr. Der Unfall ereignete sich gegen 19.40 Uhr in der Neuruppiner Heinrich-Rau-Straße. Der junge Mann war in Richtung Neustädter Straße unterwegs. Das Auto und die Mittelinsel des Kreisels wurden beschädigt: 1000 Euro.

27.12.2015
Anzeige