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Großes Interesse am Geburtstagskonzert

Komponist Ferdinand Möhring Großes Interesse am Geburtstagskonzert

Der Komponist Ferdinand Möhring wäre in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden. Der nach ihm benannte Chor nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, um am Sonnabend ein szenisches Konzert in der Neuruppiner Pfarrkirche zu geben. Die Aufführung stößt auf überregionales Interesse. Sogar aus Stuttgart kommen Anfragen.

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Der Möhring-Chor bei einem Auftritt in Vichel.

Quelle: Veranstalter

Neuruppin. Das szenische Konzert anlässlich des 200. Geburtstages des Komponisten Ferdinand Möhring stößt bereits vor seiner Aufführung am Sonnabend in der Neuruppiner Pfarrkirche auf überregionales Interesse. „Wir haben eine Einladung, das Konzert auch am 26. Mai beim Deutschen Chorfest in Stuttgart aufzuführen“, sagte am Dienstag Ulrike Liedtke.

Die Musikwissenschaftlerin und SPD-Landtagsabgeordnete findet das wunderbar – auch wenn längst nicht klar ist, ob und wie sich ein Auftritt in Stuttgart organisieren und finanzieren lässt. Derzeit stecken Liedtke, die RBB-Journalistin Uta Greschner, Alt Ruppins Ortsvorsteherin Heidemarie Ahlers und Neuruppins Kulturmanager Mario Zetzsche in den letzten Vorbereitungen für das Konzert am Sonnabend. Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde ist überzeugt davon, dass der lange Zeit weitgehend vergessene Möhring einen Platz zwischen den großen Söhnen von Neuruppin verdient hat. Schließlich hat Möhring, der am 18. Januar 1816 in Alt Ruppin geboren wurde, in Berlin Musik studierte und vor allem Instrumentalmusik komponierte, zusammen mit Felix Mendelssohn Bartholdy gearbeitet. Dieser hielt große Stücke auf Möhring und führte eine seiner Sinfonien 1838 im Leipziger Gewandhaus auf. Möhring habe 1861 zudem viele Chöre aus den einzelnen Regionen zu einem großen Chorfest in Nürnberg zusammengeführt – zehn Jahre bevor das Deutsche Reich gegründet wurde. Selbst der deutsche Chorverband gehe auf das Chorfest von 1861 zurück, betonte Liedtke. Gleichwohl musste auch sie lange suchen, um Noten von Möhring aufzutreiben. Grund: Viele seiner Arbeiten verbrannten vermutlich bei einem Feuer in Saarbrücken. Dort war Möhring Leiter eines Männergesangvereines und zugleich Organist an der Ludwigskirche. Später wurde Möhring zum königlichen Musikdirektor ernannt und leitete von 1845 bis 1874 den Männergesangverein Alt Ruppin. Dieser trägt seit 1904 seinen Namen.

Das Ensemble wird am Sonnabend ebenso zu hören sein wie der Märkische Jugendchor, der Neuruppiner A-cappella-Chor sowie der Bariton Tobias Berndt. Ergänzt wird das Konzert durch einen kleinen Film über das Leben von Möhring, den die Fernsehjournalistin Greschner nach intensiven Recherchen in mehreren Archiven und mit Hilfe vieler Kollegen gedreht hat. Bei dieser Arbeit stieß sie ebenfalls auf einen bisher unbekannten Brief von Möhring an einen seiner ehemaligen Lehrer in Berlin.

Hinweis: Das Konzert beginnt am Sonnabend, 16. Januar, um 18 Uhr in der Pfarrkirche. Karten gibt es ab 7,50 Euro.

Von Andreas Vogel

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