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Großes Wahlplakat in Brand gesteckt

Rheinsberg Großes Wahlplakat in Brand gesteckt

Ein großes Wahlplakat des Rheinsberger Bürgermeisterkandidaten Frank-Rudi Schwochow ist am späten Mittwochabend angezündet worden und vollständig abgebrannt. Schwochow und die Polizei sprechen beim Verbrennen von Plakaten von einer „weiteren Eskalationsstufe“ des Vandalismus im Wahlkampf.

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Der abgebrannte Wahlaufsteller des Bürgermeisterkandidaten Frank-Rudi Schwochow in der Mühlenstraße.

Quelle: privat

Neuruppin. Beschädigte oder komplett zerstörte, gestohlene oder brennende Wahlplakate – seit Wochen erreichen die Polizei täglich solche Meldungen. „Es ist eine erhebliche kriminelle Energie, die dahintersteckt“, sagt Neuruppins Polizeisprecher Toralf Reinhardt. „Und sie ist nicht gerade ein Zeichen von demokratischer Gesinnung.“

Dass die Zerstörungswut aber größer ist als bei den vorangegangenen Wahlkämpfen, das will er nicht bestätigen. Auch, weil bis zum Wahlsonntag am 24. September noch etwas Zeit ist. „Wir haben immer zum Zeitpunkt der großen Wahlen mit entsprechenden Vandalismus zu kämpfen.“ Landesweit seien diesmal aber bereits Fälle im vierstelligen Bereich gemeldet worden.

Betroffen von dem Zerstörungstrieb sind alle Kandidaten und Parteien. Die AfD stehe aber bei den Beschädigungen am meisten im Fokus, so der Sprecher.Im Moment betreffen mehr als 50 Prozent der Sachbeschädigungen (so wird der Vandalismus bei den Wahlplakaten eingestuft) die AfD. Auch das Anzünden eines Wahlaufstellers wird in diese Kategorie eingeordnet und nicht etwa als Brandstiftung – auch wenn diese Tat laut Toralf Reinhardt eine „weitere Eskalationsstufe“ darstellt, weil dadurch eine Gefahrenquelle für Menschen entsteht. „Zum Glück sind brennende Plakate eine Ausnahme.“ Es betrifft etwa fünf Prozent der Vandalismusfälle.

Ein großes Wahlplakat brannte am späten Mittwochabend im Rheinsberger Zentrum ab. Ein Polizeibeamte, der auf dem Heimweg war, hat das Feuer gegen 23.30 Uhr bemerkt. Gelöscht haben den Brand Feuerwehrleute, die sich ebenfalls nicht im Dienst befanden, so Toralf Reinhardt. Das Plakat hatte Frank-Rudi Schwochow, BVB-Freie Wähler-Bürgermeisterkandidat für Rheinsberg, aufgestellt. Er empfindet den Angriff als „äußerst bedenklich“: „Das ist keine demokratische Auseinandersetzung mehr- So einen Wahlkampf hat es noch nicht gegeben“. Zudem sei er darüber schockiert, dass die Täter billigend in Kauf nehmen, Menschen in angrenzenden Häusern in Gefahr zu bringen. Dass es Täter sind, weiß Schwochow, weil er nach vielen Angriffen auf seine Plakate in der Vergangenheit und drei Anzeigen bei der Polizei seine Aufsteller nun mit Kameras sichert. Drei junge Männer sind auf den Bildern mit einem Benzinkanister zu sehen.

Von Celina Aniol

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