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Ostprignitz-Ruppin Windhose wütete in Großzerlang
Lokales Ostprignitz-Ruppin Windhose wütete in Großzerlang
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10:51 14.08.2014
Die Windhose hat auf dem Campingplatz "Kieferneck" unzählige Bäume umgestürzt. Quelle: A. Vogel
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Großzerlang

Diese Nacht wird Margit Bartsch so schnell nicht vergessen. „Ich bin durch das Gewitter munter geworden. Es hat geblitzt und gekracht“, sagt die 66-jährige Neuruppinerin. Die ehemalige Erzieherin, die mit ihrem Mann Joachim den Sommer stets in der idyllisch gelegenen Bungalowanlage „Schopwasch“ am Großen Pälitzsee bei Großzerlang verbringt, steht auf und geht vor die Tür. Doch viel erkennen kann sie nicht. Kein Wunder. Es ist kurz nach 2 Uhr in der Nacht.

Als Erstes bemerkt sie, dass das Wasser schon bis vor dem Tritt ihrer Eingangstür steht. So stark regnet es. Dann ruft ihre Cousine an, die in einem der Nachbar-Bungalows wohnt. „Vier Bäume sind bei ihr umgefallen.“ Margit Bartsch und ihr Mann sind erschrocken. Nehmen sich Taschenlampen und gehen vor die Tür: Bei ihnen hat der Sturm drei Kiefern umgelegt.

Margit Bartsch ist entsetzt über die Schäden. Quelle: A. Vogel

Die Rheinsberger Feuerwehr ist schon im Anmarsch. Allerdings müssen sich die Einsatzkräfte ihren Weg zur Bungalowsiedlung und zu den zwei benachbarten Campingplätzen „Kieferneck“ und „Schiefe Eiche“ erst mal freiräumen. Der Sturm hat eine 100 Meter breite Schneise in den Wald geschlagen, unzählige Kiefern sind umgekippt und versperren den Weg. „Wir waren mit 43 Leuten in zehn Fahrzeugen fünf Stunden im Einsatz“, sagt Rheinsbergs Feuerwehrchef Fred Kuball.

Spuren der Zerstörung sind immer noch zu sehen

Der Campingplatz „Schiefe Eiche“ ist besonders betroffen. Dort wurden ein 79-jähriger Dresdner und eine 45-jährige Frau aus Dessau durch umstürzende Bäume verletzt. Sie werden umgehend ins Krankenhaus gebracht. Darüber hinaus haben die Kiefern fünf Autos unter sich begraben. Zehn Tage ist das nun schon her, doch die Spuren der Zerstörung sind immer noch zu sehen: Entwurzelte und abgeknickte Kiefern liegen zuhauf in dem Wäldchen, vor vielen Bungalows und Zelten stapelt sich inzwischen kleingesägtes Holz. Einige Gebiete sind weiterhin abgesperrt, weil in den Wipfeln von Kiefern abgebrochene Äste hängen, die jederzeit herunterfallen und Passanten verletzen können.

Auf dem Grundstück von Margit und Joachim Bartsch ist erst am Dienstag noch eine Erle umgestürzt. Die stand in Seenähe und hat nichts beschädigt. Der Sturm hat wohl ihre Wurzeln gelockert. Mehrere Nachbarn von Familie Bartsch müssen indes ihre Zäune noch ausbessern, weil sie von umstürzenden Kiefern beschädigt wurden. Margit Bartsch rätselt weiter, was das eigentlich für ein Sturm in der Nacht gewesen sein könnte. „Das muss eine Windhose oder ein Tornado gewesen sein“, sagt die Neuruppinerin. „So was gab es hier noch nie.“

Ähnlicher Vorfall vor einigen Monaten

Rheinsbergs Feuerwehrchef Kuball geht ebenfalls davon aus, dass eine Windhose die Kiefern geknickt und umgestürzt hat. Kuball kann sich an einen ähnlichen Vorfall vor ein paar Monaten erinnern. Damals war Luhme betroffen. Dabei war auch ein Auto durch einen umgestürzten Baum zerstört worden. Kuball dachte, dass dafür die Polizei zuständig wäre – wurde aber eines Besseren belehrt. „Weil niemand verletzt wurde und es sich um ruhenden Verkehr handelte, mussten wir ran.“

Auf den zwei Campingplätzen und in der Bungalowanlage ist zwar noch viel zu tun, um umgestürzte Bäume klein zu sägen und wegzuräumen. Doch die Arbeit der Feuerwehrleute ist getan. „Wir sind nur für die Rettungswege zuständig“, sagt Kuball.

Von Andreas Vogel

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