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Ostprignitz-Ruppin Gruben wurden zum Angelgewässer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gruben wurden zum Angelgewässer
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00:18 05.11.2016
Herbstliche Idylle am Wulkower Angelgewässer. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Wulkow

Wie behelfen sich Angler, die zwischen den Ortsschildern ihres Heimatdorfes kein eigenes Gewässer haben? Sie borgen sich eines beim Nachbarn. So jedenfalls machen es die Petrijünger in Schönberg. Ihr Vereinsgewässer P 08-110 sind die Teiche in Wulkow. Viele setzen noch ein „Torf“ davor. Schließlich wurde hier einst begehrtes Material in Größenordnungen abgebaut, was drei riesige Löcher zurückließ.

Die bekamen aber noch Zuwachs. Denn in der Nachbarschaft verschwanden in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch Meliorationsarbeiten eine ganze Gänsewiese und das sogenannte Triangel. Auf dem so benannten Stück Grünland weideten bis dahin Kühe. Was Spezialtechnik an zig Kubikmetern Schlamm bewegte, der auf Feldern bodenverbessernd wirken sollte, ließ eine weitere große Grube zurück.

Mit Dossewasser geflutet, dann mittels Überlauf vom Siebgraben stetig gespeist, war das Teichgewässer fertig. Es wurde zur Heimat für Karpfen, Schlei und Hecht, Zander, Weißfisch und Aal.

Das Schild zeigt an, wer hier die Hausherren sind. Quelle: Wolfgang Hörmann

Wulkow – heute eigenständig in der Großgemeinde Wusterhausen – gehörte damals noch als ein Ortsteil zum Nachbardorf. So bekommt die Namensvergabe „Angelverein Schönberg“ ihre Logik. Er zählt gegenwärtig 46 Mitglieder. Davon sind 13 Kinder und Jugendliche. Die meisten wohnen in den beiden Orten, einige kommen aber auch von weiter her. Alle sind froh darüber, ihrem Hobby in einer reizvollen Landschaft mit Rute und Köder nachgehen zu können.

Dass es auch immer klappt mit dem Fang, dafür sorgt auch der Landesanglerverband, wie Klaus Kunkel berichtet. Der 77-Jährige gehörte als Gewässerwart lange dem sechsköpfigen Vorstand an. Als „einfaches“ Mitglied nimmt er nun am Vereinsleben teil und weiß von sehr lebendigem „Nachschub“, der erst vor wenigen Tagen eingesetzt worden ist. Die 520 Karpfen und 60 Schleie sollen sich innerhalb eines Jahres so entwickeln, dass sie fangtauglich sind.

In Warnemünde geangelt

Auch an den Wulkower Torfteichen ist die diesjährige Saison mit dem Abangeln inzwischen zu Ende gegangen. Dem Vereinsleben, zu dem auch Nacht- und Forellenangeln gehörten, tut das aber keinen Abbruch. So stand am vergangenen Sonnabend eine Fahrt an die Ostsee auf dem Programm. „Wir wollten zum Brandungsangeln nach Graal-Müritz, doch hat uns zu starker Wind einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Klaus Kunkel. Die Flachländer mussten gen Warnemünde ausweichen und in der Warnow auf Jagd nach dem Schuppenwild gehen.

In der Heimat widmen sich die Vereinsmitglieder nicht nur dem Hegefischen und dem Besatz ihres Gewässers. Arbeitseinsätze am Ufer, zum Beispiel beim Sauberhalten, sind praktischer Naturschutz. Dass bei allen Aktivitäten die Anleitung von Kindern und Jugendlichen nicht zu kurz kommt, Fischkunde und praktische Schulungen Wissen vermitteln, zählt Vereinsvorsitzender Olaf Stadler zu den wichtigen Aufgaben in der Vereinsarbeit. „Und sie soll allen Mitgliedern ein Gefühl von Zusammenhalt vermitteln.“

Attraktive Preise

„Fisch des Jahres 2016“ ist eine Gemeinschaftsaktion von der Märkischen Allgemeinen Zeitung mit dem Landesanglerverband und dem Angelfachgeschäft Angeljoe.

Es geht um die längsten gefangenen Fische von Aal bis Zander. Fänge bitte möglichst aktuell melden! So können wir monatlich ein Ranking erstellen.

Die Gewinner können sich auf attraktive Preise und ein Grillfest mit Angeln im Frühjahr 2017 freuen. Außerdem verlosen wir unter allen Teilnehmern Gutscheine für Angelausrüstungen. Gewertet werden Fänge bis zum 31. Dezember 2016. Erforderlich ist ein Foto mit einem Zollstock neben dem Fisch.

Teilnehmer müssen dazu Name, Adresse, Telefonnummer, Fischart, Länge, Gewicht, Fangdatum und -ort sowie den Namen eines Zeugen einsenden.

Schicken Sie das Foto bitte an: MAZ – „Fisch des Jahres“, Friedrich-Engels-Straße 24, 14473 Potsdam oder via E-Mail an fischdesjahres@ MAZ-online.de

Von Wolfgang Hörmann

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