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Grüne äußern sich zur Putenmast

Roddahn Grüne äußern sich zur Putenmast

Im September sorgten Fotos und Videos über die Zustände in diversen industriellen Mastbetrieben bundesweit für Aufsehen. Mit in der Kritik stand auch das „Gut Jäglitz“ in Roddahn. Nun äußert sich die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zur Problematik.

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Die Diskussion um die Zustände in der Putenmast hat die Landespolitik erreicht.

Quelle: dpa

Roddahn/Potsdam. Die Zustände in der Roddahner Putenmast des „Gutes Jäglitz“ sind jetzt auch Thema in der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Deren landwirtschaftspolitischer Sprecher Benjamin Raschke stellte in einer Pressemitteilung fest: „Die industrielle Tierhaltung in Deutschland hat ein massives Glaubwürdigkeitsproblem. Bislang hieß es von den einschlägigen Verbänden, sobald von den Medien über Tierschutzverstöße berichtet wurde, handle es sich um bedauerliche Einzelfälle.“ Nun jedoch hätten Medien­berichte, die sich auf Fotos und Videos der Organisation Animal Rights Watch stützten, bekanntlich gezeigt, dass es auch in den Ställen führender Funktionäre deutscher Landwirtschaftsverbände zu massiven Tierschutzverletzungen kommt.

Der Präsident des Zentralverbands der Deutschen Putenerzeuger Thomas Storck habe Missstände in der von ihm geführten Anlage in Roddahn eingeräumt. Berichtet wird von teils dahinsiechenden und sterbenden Puten. Zugleich versicherte er, dass die Schuld vor allem bei einzelnen Mitarbeitern liege.

Grünen-Sprecher: Tierschutzverstöße sind weit verbreitet

Der Grünen-Sprecher schlussfolgert: „Das Ganze zeigt eindringlich: Tierschutzverstöße sind in der industriellen Tierhaltung viel weiter verbreitet als die Branche zugeben mag. Die Praxis in ihren Anlagen muss deshalb vom Kopf auf die Füße gestellt werden und Tierschutz, Gesundheit und Umweltverträglichkeit oberste Priorität genießen.“

Die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen erwähnt unter Bezug auf einen Bericht des NDR zudem, dass die Staatsanwaltschaft Neuruppin derzeit prüfe, ob sich für Roddahn der Anfangsverdacht von Verstößen gegen den Tierschutz bestätigt.

Auf MAZ Anfrage betonte der Leitende Oberstaatsanwalt Wilfried Lehmann allerdings, dass es sich dabei noch um keine formalen Ermittlungen handle. Auch bei der Staatsanwaltschaft verfolge man aber natürlich das Mediengeschehen, um unter Umständen reagieren zu können.

Von Alexander Beckmann

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