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Grünes Licht für Arbeiten am Südtor

Wittstock Grünes Licht für Arbeiten am Südtor

Grünes Licht für die weiteren Bauarbeiten am Südtor der Wittstocker Stadtmauer. Die Denkmalbehörde stimmt einer Variante zur Sanierung des maroden Mauerwerksturzes zu. Doch die zuletzt favorisierte mit drei Holzbalken ließ das Landesdenkmalamt wieder fallen. Nun soll der alte Torbogen ohne Gleitfugen wiederhergestellt werden.

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Mindestens bis Ende Mai wird das Südtor der Wittstocker Stadtmauer eine Baustelle bleiben.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Grünes Licht für die weiteren Bauarbeiten am Südtor der Wittstocker Stadtmauer. Die Denkmalbehörde stimmte jetzt einer Variante zur Sanierung des maroden Mauerwerksturzes zu. Zugleich gibt es eine überraschende Wendung: Die zuletzt favorisierte Variante mit drei Holzbalken (die MAZ berichtete) ließ das Landesdenkmalamt wieder fallen. Stattdessen soll der alte Torbogen ohne Gleitfugen wiederhergestellt werden. Dabei handelt es sich aus Sicht der Wittstocker Architektin Martina Grubetzki lediglich „um eine Reparatur.“

Mit dieser Entscheidung neigt sich eine längere Geschichte dem Ende entgegen. Seit April 2014 ist das Südtor gesperrt. Gründe sind mehrere bis zu vier Zentimeter breite Risse am Torbogen. Es drohte akute Einsturgefahr. Der große Riss am Korbbogen zieht sich durch das gesamte Sturzmauerwerk bis zur Innenseite der nördlichen Wandung. Bereits 2014 lehnte die Denkmalbehörde den ersten Vorschlag ab: Der gesamte Torbogen sollte in diesem Zuge abgetragen werden. Daraufhin standen vier weitere Sanierungsvarianten zur Diskussion.

Der alte Torbogen soll neu aufgemauert werden

Nun soll der alte Torbogen neu aufgemauert werden. „Mit dieser Variante habe ich nicht gerechnet, die weiteren Probleme sind damit programmiert“, sagt Grubetzki. Neigt sich das Bauwerk weiter wie bisher, wirkt sich das auch zukünftig auf den Torbogen aus. Neue Risse sind dann zu erwarten. „Abhängig von den Änderungen im Grundwasserspiegel verändern sich auch die Fundamente“, gibt Grubetzki zu bedenken. Bei den Planungen zur Landesgartenschau und den damit verbundenen Eingriffen in den Dosseverlauf kann das demzufolge auch die Stabilität der Stadtmauer beeinträchtigen. „Das alles ist im Zusammenhang mit historischen Bauwerken sehr komplex“, so Grubetzki. Sie räumt zugleich ein: „Es sind immer Kompromisse bei diesen Entscheidungen einzugehen.“

Bevor die Baufirmen am Torbogen weiter arbeiten können, müssen erneut die Statiker und Prüfstatiker ans Werk. Das gehört zu den aktuellen Auflagen der Denkmalbehörde. „Damit vergehen nochmals vier bis acht Wochen, bevor die Arbeit fortgesetzt wird“, sagt Martina Grubetzlki. Die Arbeiten an sich beanspruchen aus ihrer Sicht sechs Wochen. „Alle Unternehmen, die hier beteiligt sind, sind derzeit mit anderen Aufträgen ausgelastet“, wirbt sie um Verständnis. Alles in allem ist nach grober Schätzung mindestens bis Ende Mai Bewegung auf der Baustelle.

Kommende Woche beginnt die Dacheindeckung

„Wenn der Torbogen neu aufgemauert wird, „werden auch dünne Eisenlagen in die Fugen eingelegt, um somit eine hohe Zugfestigkeit wie bei einem Ringanker zu erzielen“, sagt Grubetzki. Am Mauerwerkssturz befinden sich Ziegel aus drei Bauphasen. Dies soll auch zukünftig optisch sichtbar sein. „Es werden nur die kaputten Steine ausgetauscht und für den Ersatz müssen wir noch von der Form und Farbe passende Ziegel finden“, so Martina Grubetzki. Bereits kommende Woche können die Arbeiten an der Dacheindeckung wegen der guten Witterung wieder aufgenommen werden.

Von Christamaria Ruch

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