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Grünes Licht für höhere Windräder

Repowering in der Gemarkung Demerthin Grünes Licht für höhere Windräder

Der Gumtower Gemeinderat hat bei seiner Sondersitzung am Dienstagabend dem Bau von sechs neuen 199 Meter hohen Windkraftanlagen zugestimmt. Sie sollen in der Gemarkung Demerthin errichtet werden. Die Firma will dafür sechs alte Anlagen abbauen. Der Beschluss wurde namentlich gefasst nach einer Einwohnerbefragung.

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Sechs Windräder bei Demerthin sollen durch neue, höhere Anlagen ersetzt werden.

Quelle: Peter Geisler

Demerthin. Die Gemeindevertreter von Gumtow haben am Dienstagabend bei einer Sondersitzung dem Bau von sechs Windkraftanlagen in der Gemarkung Demerthin ihr Einvernehmen erteilt. Der Beschluss wurde namentlich gefasst. Das hatte zuvor Gemeindevertreterin Kathrin Voigt (Bürger für Gumtow) beantragt. Sieben Gemeindevertreter stimmten für den Bau, sechs dagegen.

Dem Beschluss ging eine Einwohnerbefragung voraus. Es gab 319 abstimmungsberechtigte Personen. 151 gaben ihre Stimme ab. Jede einzelne war gültig. Für das Vorhaben sprachen sich 93 Einwohner aus. Dagegen waren 58. Das Ergebnis veranlasste Demerthins Ortsvorsteher Eberhard Kalisch, ein Schreiben zu verfassen, in dem er die Gemeindevertreter darum bat, dem Wunsch der Demerthiner zu folgen. Der Brief lag den Gemeindevertretern vor. Kalisch geht davon aus, dass diejenigen, die sich nicht zu dem Vorhaben geäußert hatten, es zumindest tolerieren. „Das haben auch unsere Gespräche ergeben“, schrieb er den Gemeindevertretern und bat darum, dem Willen der Mehrheit der Demerthiner zu entsprechen und dem Vorhaben das Einvernehmen zu erteilen. „Der Ortsbeirat glaubt, dass auch die Bürger und der Ort Demerthin aus dem Vorhaben dauerhaft Nutzen ziehen können“, schließt Kalisch sein Schreiben.

Für Michael Brinschwitz, Geschäftsführer der Gesellschaft Windpark Kyritz, die die Anlagen errichten lassen will, war vor der Diskussion Rederecht beantragt worden. Das lehnten neun Gemeindevertreter mit der Begründung ab, dass bereits alles Wichtige im Vorfeld gesagt worden ist. So hieß es unter anderem, dass Brinsch­witz bei einer Einwohnerversammlung in Demerthin Anfang August eine öffentliche Erklärung abgegeben hatte, in der auch vom Bau eines Spielplatzes die Rede war. Dieses Versprechen und andere Punkte wollten einige Gemeindevertreter näher erläutert haben. Dazu kam es jedoch wegen der Ablehnung des Rederechtes für Brinschwitz nicht.

Dem Beschluss über das Einvernehmen folgte die Entscheidung über den städtebaulichen Vertrag, den die Gemeinde Gumtow mit der Windpark Kyritz GmbH eingeht. Bürgermeister Stefan Freimark sprach kurz über die nachverhandelten Punkte. Dazu gehört unter anderem, dass die Firma noch vor dem Baubeginn für die erste Anlage ihren Sitz in die Gemeinde Gumtow verlegen muss. Von 14 anwesenden Gemeindevertretern stimmten acht für den Abschluss des städtebaulichen Vertrages. Drei waren dagegen und es gab eine Enthaltung. Freimark hatte im Vorfeld mitgeteilt, dass der Vertrag bereits unterschrieben in der Gemeinde vorliegen würde.

Die Investoren planen, sechs vorhandene Windkraftanlagen in der Gemarkung Demerthin mit einer Gesamthöhe von je 100 Metern durch sechs neue Türme zu ersetzen, die jeweils 199 Meter hoch sind. Das geschieht innerhalb des sogenannten Repowerings. Drei der Türme haben jedoch weniger als 1000 Meter Abstand zur nächsten Wohnbebauung.

Ein weiteres Thema der Sitzung war die Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen in Vehlow und Kunow. Freimark informierte darüber, dass in Vehlow in der kommenden Woche die ersten Asylbewerber erwartet werden. Die Wohnungen, die vom kommunalen Dienstleistungsbetrieb verwaltet werden, seien bezugsfertig. Nächsten Mittwoch soll es für die Vehlower eine Einwohnerversammlung dazu geben. In Kunow werden die Wohnungen laut Freimark voraussichtlich in der kommenden Woche fertig renoviert sein und müssten dann möbliert werden. Einen Einzug sieht Bürgermeister Freimark jedoch nicht vor Oktober.

Von Sandra Bels

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