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Ostprignitz-Ruppin Grundschule in der Projektwoche aufgemöbelt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Grundschule in der Projektwoche aufgemöbelt
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00:18 16.07.2016
Jan-Niklas hobelt eine Eichenbohle und erhält von Hausmeister Christian Groth fachlichen Rat. Quelle: Ruch
Blumenthal

Der Hobel gleitet über das Eichenholz, ganz gleichmäßig führt Jan-Niklas das Werkzeug. Wie ein erfahrener Handwerker hält er das Arbeitsgerät und ohne Holpern fliegen die Späne. Der zwölfjährige Schüler baut an einer Bank für den Schulhof in Blumenthal.

Hailee-Jade (l.) und Nele verzieren Übertöpfe. Quelle: Ruch

Die Projektwoche steht in diesem Jahr unter dem Motto „Die kleine Grundschule möbelt auf“. Und dabei ist dieser Leitspruch wörtlich zu nehmen, wie etwa die Gruppe der Holzwürmer auf dem Schulhof zeigt. Hausmeister Christian Groth steht den Jungen aus den Klassen vier bis sechs mit Rat und Tat zur Seite. „Wir bauen Bänke und Picknicktische für den Schulhof, denn die alten Bänke sind 15 Jahre alt“, klärt Groth kurz auf. Aus den Eichenbohlen oder Brettern fertigen sie die Sitzmöbel. „Eiche ist Hartholz und hält länger“, so Jan-Niklas mit Kennerblick. Und: „Ich hobele die Kanten, bis sie gerade sind.“ Dann wirft der Hausmeister ein: „Du weiß doch, das nennt man Kante brechen.“

Ergebnisse können sich sehen lassen

Auch Viertklässler Nils schwingt das Werkzeug. Mit dem Schleifgerät gibt er Bohlen und Brettern den ersten Schliff. „Ich mache das hier alles glatt“, sagt er und blickt kurz von der Arbeit hoch. „Wenn der Akkuschrauber richtig auf Touren kommt, muss man den richtig festhalten“, sagt Max aus Klasse 6. Bis Freitag soll auch die Rundbank fertig werden und dann die Birke auf dem Schulhof umschließen. „Wir machen so viel, wie wir schaffen“, gibt der Hausmeister die Marschrichtung vor. Doch die Ergebnisse können sich schon nach drei Tagen Arbeit sehen lassen. Das Holz stellte der Bauhof der Gemeinde Heiligengrabe bereit, klärt Schulleiterin Elke Budnick auf.

Vom Entwurf zum Ergebnis: Die Schüler zeigen den Werdegang und Johanna (mit Mütze) das fertige Schullogo. Quelle: Ruch

Die Mädchen und Jungen wählen zwischen zehn Projektgruppen. Jede zielt darauf ab, die Schule innen oder außen zu verschönern und langfristige Werte zu schaffen. Vom Kunsthandwerk mit Stein und Holz über die Mediengruppe bis hin zu Picasso bieten sich viele Möglichkeiten. Dabei erhalten die Lehrer Schützenhilfe von Eltern und Großeltern, wie Elke Budnick betont: „Sonst wäre das gar nicht alles zu schaffen.“ Johanna, Jasmin, Janne, Darleen und Noah feilen gemeinsam mit der angehenden Lehrerin Maria Kuchenburg an einem Schullogo. „Bisher gibt es nur einen Schriftzug“, sagt Maria Kuchenburg. Die Schüler entwarfen 15 Varianten. Drei setzten sich als Favoriten durch und daraus wählten sie dann das endgültige Logo. Ein grünes Buch mit den Buchstaben ABC steht fürs Lesen und Schreiben lernen, dahinter prangt eine rote Blume. „Die steht für Blumenthal“, sagt Johanna. Darunter ziehen sich zwei Schriftzüge entlang: „Kleine Grundschule“ in blauer Schrift und „Blumenthal“ in Rot. „Beim Wort Blumenthal stehen die Buchstaben kreuz und quer“, so Kuchenberg. „Das soll bedeuten, dass man am Anfang noch nicht alles so gerade schreiben kann“, sagt Darleen.

Eine Etage tiefer entstehen farbige Übertöpfe für Blumen. Diese sollen im neuen Schuljahr jeden Raum zieren. Außerdem entstehen dort die Kulissen für das Sommerfest. Den MAZ-Besuch am Mittwoch begleiteten die beiden Schulreporter Liv und Sophie. Sie machten dabei Notizen für ihre Projektgruppe und gaben professionell Auskunft.

HInweis: Das Sommerfest in der Grundschule beginnt am Freitag, 15. Juli, um 17 Uhr. Dort werden alle Ergebnisse der Projektwoche präsentiert.

Von Christamaria Ruch

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