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Grundstücksgrenzen sollen neugezogen werden

Flurneuordnung in Christdorf Grundstücksgrenzen sollen neugezogen werden

15 Jahre passierte nichts, jetzt kommt der Verband für Landentwicklung und Flurneuordnung dem Antrag der Christdorfer nach. Die Grundstückgrenzen im und um den Ortsbereich sollen neuberechnet und gegebenenfalls auch -gezogen werden. Allerdings sitzen die Christdorfer dabei nicht alleine im Boot – Auch Vertreter umliegender Orte zeigen Interesse an dem Verfahren.

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Der Ortsbeirat verschaffte sich Übersicht auf der Karte.

Quelle: Christian Bark

Christdorf. Die zu DDR-Zeiten teilweise willkürlich gezogenen Grenzverläufe zwischen den Grundstücken in und um Christdorf hatten den Wittstocker Ortsteil schon vor 15 Jahren dazu bewegt, einen Antrag auf Flurneuordnung zu stellen. Jahrelang hatte sich nichts getan, Ende vergangenen Jahres kam dann die Nachricht vom Verband für Landentwicklung und Flurneuordnung in Potsdam: Das Verfahren läuft an.

Zu Beginn des Jahres 2016 habe es bereits einen Austausch zwischen den vom Verfahren betroffenen Parteien gegeben, informierte Christdorfs Ortsvorsteherin Kerstin Stintmann während der Ortsbeiratssitzung am vergangenen Dienstag.

Großes Interesse an dem Prozess hätten besonders Vertreter und Landbesitzer der umliegenden Heiligengraber Ortsteile gezeigt. Dieses ginge sogar soweit, dass sie auf eine räumliche Erweiterung des Verfahrens spekulierten. Ortsbeirat Roland Kissmann stand dem am Dienstag kritisch gegenüber. „Uns interessiert nur, was zwischen Christdorf, Charlotten- und Karstedtshof passiert“, sagt er. Je mehr Parteien an dem von Christdorf beantragten Verfahren beteiligt seien, desto komplizierter und langwieriger werde das Ganze.

Grenzen werden virtuell abgesteckt

Die vom Verband angegebene Zahl der einzubeziehenden Pachtverträge von 268 machen Kissmann weiter stutzig: „So viele Einwohner haben wir nicht mal bei weitem.“ An der Zahl der Erbengemeinschaft könne es nicht liegen, versuchte Stintmann eine Erklärung dafür zu finden. Die würden in der Regel als eine Partei gezählt werden. „Außerdem verstehe ich nicht, warum Königberg mit dazu gerechnet wurde“, fragte sich Kissmann.

Bis Anfang April soll der Sachverhalt vom Verband noch mal aktualisiert werden, kündigte Stintmann an. Danach erwarte man sich mehr Klarheit. An den Verfahrenskosten werden der Ortsvorsteherin zufolge die Landeigentümer zu 40 und das Land Brandenburg zu 60 Prozent beteiligt. Um nicht den Kostenrahmen zu sprengen, finde die geplante Flurneuordnung lediglich virtuell statt. „Grenzsteine wie zu Vaters Zeiten, brauchst Du nicht erwarten“, sagte Kissmann zu seinem Beiratskollegen Udo Romanow. Eine Chance in der Neuordnung sieht Kissmann darin, dass nach danach einige Wege neu vermessen und folglich neu ausgebaut werden könnten.

Von Christian Bark

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