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Günstiger vom Schuldenberg runter

Rheinsberg Günstiger vom Schuldenberg runter

Nur noch rund 41 000 Euro an Zinsen wird die Stadt Rheinsberg dank der günstigen Marktlage im Bankensektor im kommenden Jahr für ihre Kredite zahlen müssen. 2011 lag die Zinsbelastung bei etwa 200 000 Euro. Wenn alles gut geht, könnte die Kommune in 15 Jahren alle ihre Verbindlichkeiten los sein, die derzeit noch bei 3,5 Millionen Euro liegen,

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Geld zurückzahlen, statt es für Konsum ausgeben. Diese Marschroute verfolgt Rheinsberg derzeit.

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Der Zinssatz ist wohl für jeden Finanzfachmann ein Traum: Nur 0,43 Prozent muss die Stadt Rheinsberg künftig pro Jahr berappen, wenn sie ihren 995 000-Euro-Kredit an die Investitionsbank des Landes Brandenburg zurückzahlt. Vorher zahlte die Kommune für diese Summe satte 3,6 Prozent Zinsen. Auch bei dem Rest ihrer Verbindlichkeiten hat Rheinsberg eingespart: Für den Schuldenberg der Stadt von insgesamt etwa 3,5 Millionen Euro wird die Kommune in den kommenden Jahren nur rund 1,19 Prozent Zinsen überweisen. In diesem Jahr waren es noch 2,17 Prozent und 2011 sogar 3,6 Prozent.

Die Zauberformel für das Schwinden der Zinsbelastung lautet Umschuldung. Rheinsberg hat in den vergangenen Monaten die durch niedrige Zinsen günstige Marktlage für Schuldner ausgenutzt und neue Konditionen mit den Kreditinstituten für das Abtragen ihres Schuldenbergs ausgehandelt. Außerdem hat die Kommune ihre Verbindlichkeiten gebündelt. Durch das somit größere Volumen der Kredite hatte sie eine deutlich bessere Ausgangsposition bei Verhandlungen mit den Banken.

Diese Strategie ist aufgegangen. Zahlte Rheinsberg vor fünf Jahren noch etwa 200 000 Euro an Zinsen für Kredite in Höhe von 5,5 Millionen Euro, werden es 2017 nur noch 41 000 Euro sein, die die Stadt an Banken überweisen muss, so der Rheinsberger Kämmerer Andreas Neubert. Ein schöner Nebeneffekt: Die Prinzenstadt konnte so auch ihre Tilgungsraten deutlich erhöhen. Zahlte sie 2011 jährlich tatsächlich nur etwa 162 000 Euro zurück, wird sie im nächsten Jahr ihren Schuldenberg gleich um rund 243 000 Euro abschmelzen. Der Finanzexperte im Rheinsberger Rathaus geht davon aus, dass es bei diesem Tempo der Stadt sogar gelingen könnte, ihre Verbindlichkeiten in 15 Jahren loszuwerden.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Rheinsberger die einmal eingeschlagene Marschroute des Kreditabbaus statt Konsumausgaben nicht wieder verlassen – und dass die Zinsen weiter niedrig bleiben. Denn die Zinsbindung für zwei große Darlehen der Prinzenstadt endet in den Jahren 2025 und 2028. Dann wird wieder neu verhandelt.

Von Celina Aniol

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