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Ostprignitz-Ruppin Gumtow: Kandidaten loben gute Beteiligung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gumtow: Kandidaten loben gute Beteiligung
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00:17 03.06.2016
Vor allem Herausforderer Mario Ungewiß brachte Amtsinhaber Stefan Freimark ins Schwitzen.
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Gumtow

Stefan Freimark (SPD) verteidigte am Sonntag sein Bürgermeisteramt bereits im ersten Wahlgang. Er schaffte die Wiederwahl angesichts seiner 50,7 Prozent jedoch mit einer nur sehr knappen Mehrheit. Zugleich besagt dieses Ergebnis, dass viele Gumtower Freimark nicht länger als Bürgermeister behalten wollten, entschieden sich doch nahezu die Hälfte der Wähler eben nicht für ihn – und das bei einer vergleichsweise guten Wahlbeteiligung von 62,1 Prozent.

Bei der Kommunalwahl 2014 gingen dagegen 55,2 Prozent der Gumtower wählen, bei der Landtagswahl 2014 nur 43,4 Prozent und bei Freimarks letzter Bürgermeisterwahl 2008 waren es gar nur 38,4 Prozent. Damals hatte Freimark jedoch keine Gegenkandidaten. Diese aber dürften es gewesen sein, die viele Gumtower jetzt doch mobilisiert bekamen: Uwe Zimmermann, der 51-jährige Lehrer aus Schrepkow und Einzelbewerber, sowie vor allem der 46-jährige Kyritzer Stadtverwaltungsbeschäftigte und CDU-Kandidat aus Zaren­thin, Mario Ungewiß. Er schaffte es auf 42,3 Prozent. Bei der Ergebnisberechnung lag er für einen Augenblick sogar vor Freimark. Das brachte diesen in dem Moment kurzzeitig ins Schwitzen, wie Freimark der MAZ gegenüber bereits durchblicken ließ.

Mario Ungewiß ist trotz alledem stolz auf sein Ergebnis

„Von Null auf Hundert ist das natürlich super, ich war vorher ja nicht dabei, viele kannten mich gar nicht“, sagt Ungewiß. Er habe von Leuten gehört, die nach etlichen Jahren zum ersten Mal wieder wählen gegangen seien: „Vielen Dank an alle, die mich unterstützt haben!“

Dass nicht Ungewiß die Wahl gewann und auch keine Stichwahl erreichen konnte, freut Uwe Zimmermann. „Ich bin froh, dass es Freimark geschafft hat und nicht Ungewiß“, sagt er auf Nachfrage.

Kandidat Uwe Zimmermann hatte sich mehr erhofft

Auch Zimmermann sei zufrieden, an der Wahl teilgenommen zu haben, wenngleich er sich angesichts des eigenen Ergebnisses von 7,1 Prozent mehr erhofft hatte. „Wenigstens ein bisschen mehr, obwohl das für mich als Einzelkandidat ja deutlich schwerer war“, sagt Zimmermann, der nach seinen Worten aber ohnehin „nichts zu verlieren“ hatte: „Drei Kandidaten, zwei Parteien, das war insgesamt schon eine vernünftige Sache.“

Unterdessen tagte am Dienstagnachmittag der Wahlausschuss in Gumtow, um das Ergebnis amtlich zu bestätigen. Probleme hat es beim gesamten Wahlprozedere laut Wahlleiter Detlef Störing keine gegeben. Nur eine kleine Ungereimtheit gibt es, und zwar in der Summe des Wahlergebnisses auf der Internetseite der Gemeindeverwaltung. Störing sieht einen „technischen Rundungsfehler“ als Ursache: 7,1 (Zimmermann) plus 42,3 (Ungewiß) plus 50,7 (Freimark) ergeben auf der Internetseite eigentlich unmögliche 100,1 Prozent.

Von Matthias Anke

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