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Gumtow: Windkraft ist Dauerthema

Repowering-Pläne abgelehnt Gumtow: Windkraft ist Dauerthema

Die Firma Voltgrün plant im Außenbereich von Groß Welle den Bau von zwei neuen Windkraftanlagen, die knapp 185 Meter hoch sein sollen. Das wurde von den Mitgliedern des Hauptausschusses abgelehnt. Die Verwaltung soll das gemeindliche Einvernehmen zu den Plänen versagen. Es gibt jedoch noch weitere Pläne für Windparks in der Gemeinde Gumtow.

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Die Windkraft-Pläne mehrerer Investoren lagen auf dem Tisch.

Quelle: Sandra Bels

Gumtow. Für Diskussionen sorgten im Hauptausschuss der Gemeindevertretung Gumtow die geplanten Investitionen in mehreren Windparks in der Gemeinde Gumtow, aber auch in angrenzenden Orten der Nachbargemeinden wie in Kletzke. In der Einwohnerfragestunde gab es gleich die erste Stellungnahme dazu. Ein Neu Schrepkower wollte wissen, wie die Gemeinde künftig mit den Plänen der Windmüller umgehen wird, angesichts der Tatsache, dass die zu bebauenden Gebiete im neuen Entwurf des Regionalplanes nicht mehr als Windeignungsgebiete ausgewiesen werden sollen.

Bürgermeister Stefan Freimark verwies auf die folgenden Tagesordnungspunkte, in denen es genau darum ging. So lag der Antrag auf Erteilung des Einvernehmens zum Bauvorhaben der Firma Voltgrün vor. Sie will im Ortsteil Groß Welle zwei Windkraftanlagen bauen. Sie sollen jeweils fast 185 Meter hoch sein und im Außenbereich stehen.

Abstand zu Wohnhäusern beträgt mehr als 1000 Meter

Der Abstand zu den nächsten Wohnhäusern in Groß Welle, Neu Schrepkow, Schrepkow und Kunow beträgt laut Beschlussvorlage mehr als 1000 Meter. Die Zahl der Windkraftanlagen in dem Gebiet würde sich jedoch weiter erhöhen. Schrepkows Ortsvorsteher Raik Genenz nannte die aktuellen Zahlen. Nördlich der Bundesstraße 5 im Windpark Groß Weile stehen bereits 19 Türme mit mehr als 150 Metern Höhe. Im benachbarten Windpark Schrepkow sind es 23 kleine mit bis zu 100 Metern Höhe.

Die geplanten Anlagen gehen weit darüber hinaus. Genenz geht davon aus, dass die Windmüller, solange es keinen beschlossenen Regionalplan gibt, versuchen werden die kleinen Anlagen durch größere zu ersetzen. Bei diesem so genannten Repowering würden zwar Türme verschwinden, aber die Belastung durch die viel größeren Anlagen für die umliegenden Dörfer verringere sich nicht, schon allein durch den Schattenwurf der wesentlich größeren Rotoren. „Die Lebensqualität für die Menschen, die dort wohnen wird sich nicht verbessern“, so Genenz.

Areal soll künftig kein Windeignungsgebiet mehr sein

Die Pläne beziehen sich auf das ausgewiesene Windeignungsgebiet. Jedoch soll nach dem vorliegenden Entwurf des Regionalplanes Prlgnitz-Oberhavel, sachlicher Teilplan „Freiraum und Windenergie“ das Gebiet entfallen. Sofern der Regionalplan in Kraft tritt, könnte dort nicht mehr gebaut werden. Aber derzeit kann niemand sagen, wann der Plan beschlossen wird.

Genenz gab auch zu bedenken, dass es weitere Repowering-Pläne für die Windparks Schrepkow und Kunow gibt. In Schrepkow geht es um zwei neue Anlagen und in Kunow um eine Erweiterung des Windeignungsgebietes. Das waren jedoch zunächst nur Informationsvorlagen.

Gemeindliches Einvernehmen wird versagt

Für die Groß Weller Pläne soll hingegen das gemeindliche Einvernehmen versagt werden, so die Meinung des Hauptausschusses. Einige Mitglieder äußerten aber auch dazu Bedenken. Freimark sagte, dass die angeführten Gründe nicht relevant für die Entscheidung seien. Somit können die Genehmigungsbehörde das gemeindliche Einvernehmen ersetzen und die Investoren haben grünes Licht. Ähnlich drückte es auch Bernd Teickner (Bürger für Gumtow) aus. „Wir wissen doch ganz genau, dass die Anlagen sowieso kommen“, sagte er. Also sollte versucht werden, Vorteile für die Betroffenen herauszuholen. Zu Verhandlungen mit den Windmüllern riet auch Gemeindevertreter Ralf Reinhardt.

Eine Befragung der Einwohner ist laut Bürgermeister nicht vorgesehen. Bei einer Ortsbeiratssitzung sei das Projekt vorgestellt worden, sagte er.

Von Sandra Bels

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