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Ostprignitz-Ruppin Gumtow vertagt Zusatz der Windkraft-Kriterien
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gumtow vertagt Zusatz der Windkraft-Kriterien
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00:18 13.03.2016
Der Bau neuer Windkraftanlagen ist in der Gemeinde Gumtow ein Dauerbrenner. Quelle: Alexander Beckmann
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Gumtow

Die Gemeindevertreter von Gumtow haben die Änderung der von ihnen im Oktober 2015 festgelegten Kriterien für den künftigen Umgang mit Windkraftanlagen zurückgestellt. Helmut Adamaschek (Bürger für Gumtow) hatte als Vorschlag eingereicht, in den Kriterienkatalog einen Passus zur Bedrängniswirkung mit aufzunehmen.

Darin heißt es, dasss die Gemeinde künftig nur noch ihr Einvernehmen erteilen soll, wenn sich für die Mehrheit der Einwohner des nächstgelegenen Ortsteils keine optische Bedrängungswirkung durch die Windkraftanlagen ergibt. Das soll durch eine Einwohnerbefragung ermittelt werden. Sofern das nicht geschieht soll der Ortsbeirat zur Sachlage angehört werden.

Gumtows Gemeindevertreter wollten den Zusatz

In Gesprächen mit Gemeindevertretern hatte Adamaschek erfahren, dass der Wunsch für diesen Zusatz besteht. Die Höhe der Windkraftanlagen in Verbindung mit dem Abstand zur Wohnbebauung sei entscheidend dafür, ob die Windkraftanlagen für die Einwohner des nächstgelegenen Ortes optisch als Bedrängung wirken, heißt es in der Begründung. Je höher die Türme sind und je geringer der Abstand zu den Häusern ist, umso mehr würden Anwohner sie als bedrängend empfinden. Verbindliche Abstände seien jedoch schwer festzusetzen, weil das subjektive Empfinden unterschiedlich ausgeprägt ist. deshalb sollen die Einwohner befragt werden. Das ergebe ein belastbares Meinungsbild, so Adamaschek. „Wir müssen die Leute doch richtig informieren“, sagte er.

Für Gemeindevertreter Ralf Reinhardt (Bürgerfraktion) ist der Beschluss purer Populismus. „Wir wecken damit falsche Erwartungen bei den Leuten, nämlich, dass sie mit ihrer Meinung irgendetwas an den Plänen ändern können“, sagte er und empfahl die Ablehnung.

Bürgermeister Stefan Freimark riet dazu, die Vorlage zu vertagen und im Bezug auf die Einwohnerbefragung zu konkretisieren und zu ergänzen. Diesem Vorschlag wurde schließlich mehrheitlich zugestimmt.

Weitere Beschlüsse zur Windkraft

Windkraft war auch das Thema weiterer Beschlüsse. Darin ging es um die Teilung der Gewerbesteuer für die Windparks Schrepkow, Wutike und Schrepkow-Kletzke. Dafür ist ein Vertrag zwischen der Gemeinde Gumtow, der Gemeinde Sehestedt in Schleswig-Holstein sowie der dort ansässigen Windkraftfirma, die im Gumtower Bereich Anlagen betreibt, zu schließen. Auf diesem Weg soll auch Gumtow von der Steuerzahlung profitieren. Die drei Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.

Schließlich ist eine Stellungnahme zum Vorentwurf des Bebauungsplanes für den Windpark Kletzke in der benachbarten Gemeinde Plattenburg beschlossen worden. Das war notwendig, weil die Nachbarn den Plan dafür billigen und nun öffentlich auslegen. Geplant ist, dass östlich von Kletzke fünf Windkraftanlagen gebaut werden sollen, die zu Neu Schrepkow weniger als 1000 Meter Abstand hätten. Damit ist man in Gumtow nicht einverstanden. Kritik gibt es in der Stellungnahme unter anderem auch wegen der zu erwartenden Belastung durch die Warnlampen der Türme und durch den Schall und Schattenwurf.

Von Sandra Bels

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