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Gumtower Kegelbahn wird modern

Neue Automaten sind schon da Gumtower Kegelbahn wird modern

Zahlreiche Geschichten ranken sich um die Gumtower Kegelbahn. Sie ist die einzige in der Gemeinde Gumtow und wurde 1985 eröffnet. Seitdem kümmert sich Michael Dittberner und Bohlen und Kugeln und das ganze Drumherum. Er hat auch den Überblick über die Modernisierungsarbeiten, die derzeit im Gange sind.

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Wenn Michael Dittberner die Glocke läutet, sind neun Kegel gefallen. Bei den Senioren wird auch schon bei acht geklingelt.

Quelle: Sandra Bels

Gumtow. Um die Kegelbahn in Gumtow ranken sich viele Geschichten. Michael Dittberner, die gute Seele der Bahn, kennt sie alle. Am wahrscheinlichsten erscheint ihm diese. „Die Kegelbahn kam einst nur durch einen Zufall in den Ort“, erzählt er. Keiner habe die Bahn damals haben wollen. So wurde sie eingelagert und fast vergessen. Alfred Leisner aus Bärensprung war es schließlich, der sie Mitte der 80er Jahre aus der Versenkung hob und nach Gumtow holte. Das Haus drumherum wurde damals nach Stüdenitzer Vorbild gebaut. Dort gab es eine Kegelbahn.

Die einzige Kegelbahn in der Gemeinde Gumtow

In der Gemeinde Gumtow ist die Freizeitanlage bis heute die einzige ihrer Art. „Und sie wird sehr gut genutzt“, weiß Dittberner, dem schon so mancher Gast geraten hat, er könne sich doch ein Feldbett in der Kegelbahn aufbauen, so oft wie er da ist. Er sieht solche Sprüche als Lob und Dank für seine Arbeit an. Der Gumtower ist das sprichwörtliche Mädchen für alles. Als Invalidenrentner hat er Zeit, sich zu kümmern. „Es macht mir großen Spaß und ich komme unter Leute“, sagt er und ergänzt: „Außerdem muss doch einer den Hut aufhaben und schauen, dass alles läuft.“

Es läuft. Genau seit dem 1. März 1985. Da wurde die Kegelbahn von Dieter Seidel eröffnet. Er war damals Vorsitzender des Kreisfachausschusses Kegeln. Von ihm bekamen die Gumtower auch den Einweihungskegel, der noch heute zwischen den beiden Bahnen hängt. Zwei Jahre hatte es gedauert, bis die Kegelbahn fertig war. Sie gehörte der Gemeinde und ist noch heute in ihrem Besitz.

Der Kegelverein ist seit der Eröffnung aktiv

Seit der Eröffnung gibt es auch eine Kegelgemeinschaft. Dittberner gehört zu den Gründungsmitgliedern. Damals zählte die Kegelabteilung mit Günter Huse als Chef noch zum Sportverein Traktor Gumtow. Aus ihr ging später die Sportgemeinschaft Gumtow hervor. Von ihr lösten sich die Kegler jedoch 1995 und gründeten einen eigenständigen Verein, den KSC Gumtow. „Zu Anfang waren wir 20 Leute, zwischenzeitlich auch mal 30“, erinnert sich Dittberner. Nach der Wende verringerte sich die Mitgliederzahl unter anderem, weil Leute weggingen oder auswärts arbeiteten.

Heute hat der Kegelverein 17 Mitglieder. Es gibt zwei Mannschaften, die in der 2. Kreisklasse Kyritz spielen, und in der Saison 2015/2016 jeweils erste Plätze belegten. „Zum Aufsteigen fehlt und jedoch leider Personal“, sagt Dittberner. Viele Mitglieder seien in der Woche nicht zu Hause, wenn die Spiele stattfinden. Jonas und Johann Schwarz sind mit Anfang 20 die jüngsten Mitglieder. Günter Schulz aus Döllen ist mit seinen 77 Jahren der älteste Kegler. Er war schon mehrfach Kreismeister in der Klasse Herren C und hat es bis zur Landesmeisterschaft geschafft.

Modernisierung hat nach 30 Jahren begonnen

Michael Dittberner ist froh darüber, dass sich in Sachen Modernisierung der Kegelbahn endlich etwas getan hat. „Drei Jahre haben wir bei der Gemeinde um den Umbau gekämpft“, erzählt er. Im Juni 2015 konnten die Mitglieder die neuen Kegelautomaten aus Leipzig holen und mit dem Einbau beginnen. Ganz neu sind sie nicht, „aber sie haben bereits Weststandard“, erklärt Dittberner. Die Automaten wurden in den 90er Jahren gebaut und sind allemal moderner als die alte DDR-Technik, die mittlerweile ihre Macken hatte und dazu auch noch ziemlich laut war.

Die alte Technik hatte ihre Macken und war sehr laut

Die alte Technik hatte ihre Macken und war sehr laut.

Quelle: Sandra Bels

„Eigentlich hatten wir schon 1996 angefangen, die Bahn zu modernisieren“, so Dittberner. Bedienpulte wurden unter anderem erneuert. „Nichts wurde gekauft, alles selbst gebaut“, so der Bahnwart. Er sagt, dass die Kegler ohne die Hilfe von Elektroniker Heiko Wiechert aus dem Ort niemals so weit wären. Er hat die gesamte Automatik entwickelt und gebaut sowie die Bedienpulte und die Anzeigetafeln. Auch die neue Technik hat er installiert und die Steuerung dafür gebaut. „Der Kegelfall ist jetzt viel besser als vorher“, hat Dittberner beobachtet. So können viel bessere Ergebnisse erreicht werden als früher.

Die Bedienpulte sollen erneut umgestaltet werden

Die Modernisierung ist aber nicht abgeschlossen. „Wir haben noch einiges vor“, kündigt der Bahnwart an. Die Bedienpulte sollen erneut umgestaltet werden. Auch an den Wänden wird es farbenfroher. Noch zeigt sich dort der alte Ölsockel. Er soll mit Platten verkleidet werden. Außerdem wollen die Kegler links und rechts der Bahnen Monitore aufstellen, die Ergebnisse anzeigen.

Die Kegelbahn wird an mindestens zwei Tagen in der Woche genutzt. Bei Wettkämpfen können es auch drei oder vier Tage werden. Jeden Freitag trainieren die Kegler. Sie haben gerade die Wettkampfsaison abgeschlossen. „Unsere 1. Mannschat hat sich für das Regionalpokalfinale qualifiziert“, sagt Dittberner. Gespielt wird dabei um den OPR-Pokal gegen Teams aus dem Wittstocker und Neuruppiner Bereich. Neben den Keglern nutzen die Bahn auch regelmäßig Seniorengruppen der Volkssolidarität aus Kunow und Schrepkow. Auch Schulen kommen zum Kugeln schieben.

Die Anzeigetafeln sind schon erneuert worden

Die Anzeigetafeln sind schon erneuert worden.

Quelle: Sandra Bels

Von Sandra Bels

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