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Ostprignitz-Ruppin Opernsänger liest in Heiligengrabe
Lokales Ostprignitz-Ruppin Opernsänger liest in Heiligengrabe
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00:32 23.10.2015
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Heiligengrabe

Mit der Sendung „Showkolade“ wurde Gunther Emmerlich in der DDR bekannt – auch weil der Opernsänger mit seiner raumfüllenden Bassstimme immer mal wieder auf Missstände hinwies. 2007 veröffentlichte Emmerlich, der Botschafter der Carreras-Leukämiestiftung ist, sein Buch „Ich wollte mich mal ausreden lassen“, 2010 folgte „Zugabe“. Am Sonnabend ist er ab 19.30 Uhr im Klosterstift n Heiligengrabe zu erleben.

MAZ:Herr Emmerlich, Sie stehen seit gut vier Jahrzehnten auf der Bühne und sind weiter viel unterwegs. Dabei wollten Sie doch eigentlich Pilot werden oder zur See fahren, wie Sie einmal verraten haben. Was treibt Sie an?

Gunther Emmerlich: Ich glaube, dass mit dem Piloten und dem Kapitän hat sich jetzt erledigt. Das werde ich wohl nicht mehr (lacht). Aber der Beruf, den ich stattdessen ergriffen habe, macht mir ungebremst Freude, und so ist mit mir nach wie vor zu rechnen. Es macht mir Spaß, und ich finde auch überall Menschen vor, die meine Freude teilen. Das freut mich sehr, da bin ich sehr dankbar – und so ist kein Ende abzusehen.

Am Sonnabend sind Sie mit dem Gitarristen Frank Fröhlich im Klosterstift in Heiligengrabe zu erleben. Sie sind ja schon an vielen Orten aufgetreten, auch schon in einem Kloster?

Emmerlich:Ja, bin ich auch schon. In diesem Sommer habe ich zum Beispiel bei den Opernfestspielen in Bad Hersfeld in der Stiftsruine, in der schon Martin Luther gepredigt hat, den Ollendorf im Bettelstudenten gesungen. Auch ansonsten bin ich viel in Kirchen und Klostergemäuern, da ich ja auch Kirchenmusik mache mit dem Solotrompeter der Staatskapelle Dresden, einem Organisten und einer Cellistin. Insofern ist mir diese Umgebung nicht fremd. Ich bin auch schon mit Herrn Fröhlich in Stendal in einer alten Klosterkirche gewesen, die jetzt zum Teil ein Konzertsaal ist. Diese Gemäuer sind mir erstens nicht fremd und zweitens sehr angenehm, da ich ja ein Christenmensch bin. Ich bin auch der Schirmherr für die Generalsanierung der Stadtkirche in Wittenberg, unter anderem. Ich bin ja in dem Alter, wo einem viele Schirmherrschaften angeboten werden, weil die alle denken, ich habe furchtbar viel Zeit. Ich lasse mich da auch gerne in die Pflicht nehmen, obwohl ich keine Zeit habe. Die Stadtkirche in Wittenberg ist ja quasi das Mekka der Evangelisch-Gläubigen. Das finde ich schon sehr ehrenwert, so eine Schirmherrschaft übernehmen zu dürfen.

Gibt es denn etwas Besonderes, auf das sich die Besucher am Sonnabend in Heiligengrabe freuen dürfen?

Emmerlich:Frank Fröhlich ist ein großartiger Konzertgitarrist, der mich begleitet. Ich werden ihn gelegentlich auch auf meiner Gitarre begleiten. Ich werde natürlich singen zwischen den Geschichten. Aber ich lese eben auch Geschichten aus meinem ersten, aus meinem zweiten und aus meinem erst im nächsten Frühjahr bei der Leipziger Buchmesse erscheinenden dritten Buch.

Wie wird das heißen?

Emmerlich:Da bin ich noch am Überlegen. Ich weiß es noch nicht. Vielleicht „Neues vom alten Emmerlich“. Das ist zumindest ein Arbeitstitel. Da lese ich vornehmlich heitere Geschichten. Das macht uns sehr viel Freude, und ich kann bei aller Bescheidenheit sagen, dass wir damit auch schon vielen Zuhörern große Freude bereitet haben. Insofern freue ich mich auf diesen Abend.

Von Andreas Vogel

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