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Gutachten empfiehlt Fusion der Wasserbetriebe

Heiligengrabe Gutachten empfiehlt Fusion der Wasserbetriebe

Der Kleine will zum Großen: Der Wasser- und Abwasserbetrieb in Heiligengrabe soll in den Wittstocker Wasser- und Abwasserverband aufgehen. In einem Gutachten ist geprüft worden, ob das sinnvoll wäre. Am Dienstagabend wurde es vorgestellt.

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Die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Wittstock und Heiligengrabe soll künftig allen der Wittstocker Verband übernehmen.

Quelle: Pixabay

Heiligengrabe. Der Eigenbetrieb Wasser und Abwasser (EWA) in Heiligengrabe sollte in den Wittstocker Wasser- und Abwasserverband (WAV) aufgehen. „Ein Zusammenschluss ist auf alle Fälle zu empfehlen.“ Dieses Fazit zog Anja Hylla von Göken, Pollak und Partner, einem Büro für Wirtschaftsprüfung und Beratung, am Dienstagabend nach der Präsentation des Gutachtens, das genau diese Frage klären sollte. Der Empfehlung folgten auch die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, denen Anja Hylla die Ergebnisse ihrer Überprüfung vorstellte. Auch Andy Thierbach, der Geschäftsführer des Wittstocker Wasser- und Abwasserverbandes, war auf der Sitzung zu Gast.

Der Vortrag der Prüferin machte deutlich: Für den wesentlich kleineren EWA wäre es die wirtschaftlich beste Lösung, sich dem WAV anzuschließen. Der EWA versorgt lediglich die Orte Maulbeerwalde und Heiligengrabe sowie das Gewerbegebiet Heiligengrabe. Zwölf Ortsteile der Gemeinde werden bereits jetzt vom Wittstocker WAV abgedeckt.

Erlöse würden sinken

Dass der EWA bisher finanziell positive Ergebnisse hervorbrachte, liege lediglich daran, dass nur wenige Instandhaltungsarbeiten stattgefunden hätten und deshalb auch ein geringer Materialaufwand zu Buche schlug. Vor diesem Hintergrund sei davon auszugehen, dass in Zukunft die „Erlöse sinken“ würden, weil in Technik und Netz investiert werden müsse, so Anja Hylla. Den Betrieb weiterhin allein aufrecht zu erhalten, wäre zwar möglich, fiele aber schwer, nicht nur wegen des weitgehend noch alten Leitungsnetzes. Auch für die Überwachung der Technik und des Betriebsablaufes fehle ein Meister oder Ingenieur. Deshalb gebe es ohnehin bereits einen Kooperationsvertrag mit dem WAV, der dafür sorgt dass Fachleute von dort den Heiligengrabern zur Seite springen, sollte es größere Probleme geben. So machte auch Ausschussvorsitzender und Bürgermeister Holger Kippenhahn deutlich, dass er sich ein größeres Havarie-Szenario – etwa einen Ausfall der Kläranlage – gar nicht vorstellen mag.

Zusammengehen ab 2019 anvisiert

Auf der Sitzung wurde ein möglicher Zusammenschluss beider Versorger ab 2019 anvisiert, sollten die Gemeindevertreter dem Ganzen am 13. März zustimmen. Dann müsse zunächst ein Antrag auf Beitritt gestellt und daraufhin eine Vereinbarung getroffen werden, die die Details regelt – etwa, wie das Leitungsnetz verbunden und die Heiligengraber Kläranlage involviert werden soll. Dann würden Satzungsbeschlüsse folgen. Da sich die Gebühren auf beiden Seiten unterscheiden, empfiehlt Anja Hylla, dass es für den Bereich Abwasser eine Übergangsfrist für die vom EWA versorgten Haushalte geben sollte, um die finanziellen Auswirkungen abzufedern. Ausschussmitglied Ulf Bumke betonte, dass es ihm wichtig sei, dafür zu sorgen, dass die anschlussbedingten Mehrkosten für die betroffenen Haushalte so gering wie möglich gehalten werden.

Von Björn Wagener

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