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Ostprignitz-Ruppin Gute Zahlen bei der Sparkasse OPR
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gute Zahlen bei der Sparkasse OPR
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02:15 22.02.2016
Ralf Osterberg (l.) und Markus Rück, Vorstand der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin. Quelle: Celina Aniol
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Neuruppin

Die Niedrigzinswelle zwingt so manch ein Kreditinsittut in die Knie. Die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin beweist aber, dass man auch bei schlechter Witterung ein Wellenreiter sein kann. „Bei diesem Zinsniveau kann eine Bank eigentlich kein Geld verdienen“, sagt Vorstand Ralf Osterberg.

Trotzdem erwirtschaftete das Institut im vergangenem Jahr einen Überschuss von 950 000 Euro. Das sind 122 500 Euro mehr als noch 2014. Auch die Bilanzsumme fällt positiv aus: Sie wuchs um 13,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Aufwand-Ertrags-Relation hat sich verbessert. Musste die Sparkasse 2014 noch knapp 60 Cent aufwenden, um einen Euro zu verdienen, gab sie dafür im vergangenem Jahr nur 56 Cent aus. Das ist deutlich weniger als bei den 45 anderen Banken des Ostdeutschen-Sparkassenverbandes. Diese mussten 2015 im Schnitt knapp 62 Cent aufwenden, um einen Euro zurückzubekommen.

56 Cent aufgewendet, um einen Euro zu verdienen

Eine positive Entwicklung gab es auch bei den Einlagen. „Wir befinden uns in diesem Bereich auf solider Wachstumsfahrt“, sagt Sparkassen-Vorstand Markus Rück. So stieg das Volumen des Ersparten in den vergangenen vier Jahren um 95 Millionen Euro auf über eine Milliarde Euro Ende 2015. Ein Plus verzeichnete die Sparkasse auch bei den Krediten: Sie weitete das Volumen im vergangenem Jahr um 1,8 Prozent auf 440 Millionen Euro, also um 50 Millionen mehr als noch 2012. Dabei lag die Summe bei Neukrediten mit 66,4 Millionen Euro, und damit nur leicht unter dem Ergebnis des Rekordjahres 2014, in dem die Sparkasse an ihre Kunden 67,6 Millionen ausreichte. Einen Einbruch um 10,8 Prozent gab es lediglich bei Gewerbekrediten. Dafür gab es – dank vieler neuer Häuslebauer – einen richtigen Schub von 12,8 Prozent bei den Privatkunden.

Sparkasse Ostprignitz-Ruppin hat „die Liga gehalten“

„Wäre die Sparkasse ein Fußballteam, dann wäre unser Jahresziel, in der Liga zu bleiben“, sagt Markus Rück. Dieses habe das Institut klar erreicht – und zwar obwohl das Kreditinstitut „exzellente Gegenspieler“ habe, die nicht immer fair spielten. Rück meint damit die von der Europäischen Zentralbank verordnete Niedrigzinsphase und den Regulierungsdruck, der von der EU ausgeht und beträchtliche Kosten mit sich bringt, die gerade von kleinen Kreditinstituten wie der OPR-Sparkasse schwer aufzufangen sind. „Wir haben den Liga-Erhalt trotzdem geschafft“, so Markus Rück. „Und zwar im oberen Drittel.“

Von Celina Aniol

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